Deutscher Nachhaltigkeitspreis

F.R.A.N.Z. verknüpft Agrar und Umweltschutz


Am Freitag wurde in Düsseldorf vor 1.200 Gästen der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Die Auszeichnung in der Kategorie Forschung ging an das Projekt F.R.A.N.Z, das der DBV federführend mit initiiert hat, rechts DBV-Präsident Joachim Rukwied
FRANZ
Am Freitag wurde in Düsseldorf vor 1.200 Gästen der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Die Auszeichnung in der Kategorie Forschung ging an das Projekt F.R.A.N.Z, das der DBV federführend mit initiiert hat, rechts DBV-Präsident Joachim Rukwied

Das Projekt F.R.A.N.Z. ist mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Die Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Landwirten hat die Jury überzeugt. Die Wirtschaftlichkeit ist mitentscheidend.

Das Dialog- und Demonstrationsprojekt "Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft" (F.R.A.N.Z.) der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) wurde mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019 in der Kategorie "Forschung" ausgezeichnet. Für F.R.A.N.Z. werden bundesweit auf zehn Demonstrationsbetrieben Biodiversitätsmaßnahmen evaluiert. Landwirte und Naturschützer legen beispielsweise Blühstreifen an oder lassen Flächen in Feldern unbewirtschaftet, damit dort Vögel wie Feldlerchen brüten können. Ziel ist, fünf bis zehn Prozent der Betriebsflächen ökologisch aufzuwerten. Neben dem naturschutzfachlichen Nutzen legen die Projektverantwortlichen Wert darauf, dass sich die Maßnahmen gut in betriebliche Abläufe integrieren lassen und wirtschaftlich tragbar für die beteiligten Landwirte sind. Insgesamt werden sechs verschiedene Organismengruppen adressiert: Amphibien, Feldhasen, Schmetterlinge, Vögel, Wildbienen und Pflanzen.

Erfolgreiche Maßnahmen sollen langfristig auf weitere Betriebe ausgeweitet werden.
FRANZ
Erfolgreiche Maßnahmen sollen langfristig auf weitere Betriebe ausgeweitet werden.

Jury begrüßt Einbindung aller Betroffenen

Der Schutz von Biodiversität könne nur gelingen, wenn alle relevanten Stakeholder aktiv eingebunden werden, teilte die Jury in ihrer Begründung mit. Die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft innerhalb des Projekts sei "gelungen". Darüberhinaus finde eine "praxistaugliche" Weiterentwicklung der Umwelt- und Agrarpolitik statt, weil die wissenschaftlichen Ergebnisse an politische Entscheidungsträger kommuniziert würden. 

Viele Unterstützer
Gefördert wird das Projekt F.R.A.N.Z. von der Landwirtschaftlichen Rentenbank, dem Bundesagrarministerium, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, sowie durch das Bundesamt für Naturschutz und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.


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