Bundesweit spielt das Thema Datenkompetenz in der Agrarbranche eine Rolle. Ausbildungsstätten richten ihr Angebot neu aus, um besser auf digitale Technologien vorzubereiten. Das gilt auch für die Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Zu Beginn des kommenden Wintersemesters startet am Standort Höxter der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) der neue Bachelor-Studiengang "Precision Farming". Wie Vertreter der Hochschule berichten, wird der Fokus im Studiengang Precision Farming auf der Pflanzenproduktion liegen. Es soll vorrangig um die großen Datenmengen, die heute in der Landwirtschaft bereits gesammelt, aber noch nicht zielführend genutzt werden, gehen.

Informationen sinnvoll verarbeiten lernen

Ziel der Hochschule ist es, dass Absolventen Kompetenzen erlangen, um die Daten sinnvoll einzusetzen: einerseits um den Ertrag landwirtschaftlicher Flächen zu optimieren, andererseits aber auch um ressourcen- und umweltschonend zu agieren und für eine höhere Transparenz im Lebenszyklus landwirtschaftlicher Produkte zu sorgen. Der Studiengang verknüpft nach Angaben der Hochschule Kompetenzen aus Agrarwissenschaften, Informatik, Mechatronik und Gesellschaftswissenschaften. Absolventen könnten unter anderem beispielsweise in der Entwicklung neuer Agrarmaschinen arbeiten. Die Hochschule erhält eine Förderung in Höhe von 3 Mio. € aus dem Landeshaushalt.

Datenkompetenz ist gefragt

Deutschlandweit diskutieren Vertreter von Universitäten, Fachhochschulen und Verbänden, wie die Digitalisierung sinnvoll in die Ausbildung eingebunden werden kann. Auch der Deutsche Bauernverband forderte unlängst mehr Datenkompetenz in der Ausbildung, damit der Landwirt Herr seiner Daten bleibt.




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