Employer Branding

Gutes Betriebsklima ist Trumpf

Unternehmensvertreter und Personaler sind in puncto Employer Branding herausgefordert. Agrarstudenten erwarten einen Blick hinter die Kulissen. Im Wettbewerb um gute Nachwuchskräfte reicht die klassische Unternehmenspräsentation kaum aus.

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Um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sollten Unternehmen tunlichst ihre Arbeitgebermarke schärfen. Die Kontrolle darüber, welche Informationen nach außen gelangen, haben diese längst nicht mehr. In sozialen Netzwerken können jegliche Informationen schnell und ohne viel Aufwand ausgetauscht werden.

Umso wichtiger erscheint, potenzielle Arbeitnehmer zielsicher mit dem eigenen Angebot anzusprechen. Vor diesem Hintergrund hat die AFC Personalberatung während des Karrieretags der agrarzeitung (az) und des VDL Berufsverband Agrar Ernährung Umwelt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn im Dezember eine Umfrage unter Agrarstudenten gestartet. Mit einer Stichprobe von 60 Befragten gilt diese zwar nicht als repräsentativ. Doch dass die Agrarstudenten Informationen zur Marke, Internationalität und Unternehmensphilosophie (siehe Übersicht) als weniger wichtig bewerten, decke sich durchaus mit den Marktbeobachtungen, teilt die AFC Personalberatung mit. Demnach müssten einige Unternehmen ihre Präsentation auf der eigenen Homepage und vor Zuhörern anpassen.

Vor allem interessieren Bewerber das Betriebsklima, Informationen zum Unternehmen und Aufstiegsmöglichkeiten. Junge Talente erwarten klar aufgezeigte Perspektiven, die realistisch sind und aktiv umgesetzt werden, so die Personalberater. Außerdem wollen Studienanfänger klare Ansagen zur Teamarbeit, um einschätzen zu können, was sich hinter den Kulissen abspielt. Nicht unter den Tisch zu kehren sind mehr noch die Themen Work-Life-Balance sowie Familienfreundlichkeit.

Wer bei Betriebsklima, Teamarbeit und Work-Life-Balance punkten kann, wird sicherlich davon ausgehen, dass Praktikanten in sozialen Netzwerken als „Werbeboten“ fungieren. Solche Botschafter gewinnen an Bedeutung, denn als wichtigsten Informationskanal über eine Firma nannten die Studenten nach der Unternehmenswebseite persönliche Empfehlungen. Am drittwichtigsten sind für die Studierenden Karrieretage und Jobmessen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Dies birgt für beide Seiten einen langfristigen Vorteil. Ist eine Stelle ausgeschrieben, haben die Studierenden sofort einen Ansprechpartner.

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