Das Bundesministerium für Bildung und Forschung steckt Geld in die Forschung zur gesunden Ernährung für ältere Menschen. Leckere neue Lebensmittel sollen dabei herauskommen.

In interdisziplinärer Zusammenarbeit suchen Forscher bundesweit gemeinsam mit Unternehmen aus der Lebensmittelbranche nach neuem Wissen, um der alternden Gesellschaft Tipps für eine gesündere Ernährung an die Hand zu geben. Ziel der Initiave ist es, den Gesundheitsstatus grundsätzlich zu verbessern. Deswegen gibt es nicht nur Diättipps, sondern es sollen sogar neue "schmackhafte" Produkte mithilfe innovativer Lebensmitteltechnologien entwickelt werden, die es den älteren Herrschaften erleichtern, die Ernährungsempfehlungen umzusetzen. Um dieses Vorhaben zu realisieren, investiert das Bundesbildungsministerium in die Forschung (siehe grauer Kasten).
 
Der wissenschaftlicher Vorstand am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und Sprecher des Forschungsverbundes, Prof. Tilman Grune, sagte in diesem Zusammenhang: „Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland ist es äußerst wichtig, Ernährungsstrategien zu finden, die dazu beitragen, die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Fünfzig- bis Siebzigjährigen zu verbessern, damit sie bis ins hohe Alter geistig und körperlich fit bleiben.“
Hierzu werde erforscht, welche neurobiologischen, psychologischen, sozialen und familiären Faktoren die Nahrungsauswahl beeinflussen. Darüber hinaus werden die Ernährungsgewohnheiten in der Region Berlin-Brandenburg analysiert und in Form von „Ernährungsmustern“ erfasst.
Ernährungsforschung
NutriAct steht für "Nutritional Intervention for Healthy Aging: Food Patterns, Behavior, and Products". Es ist ein Kompetenzcluster der Ernährungsforschung, das vom Bundesforschungsministerium für zunächst sechs Jahre (2015-2021) mit insgesamt 12 Mio. € gefördert wird. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen – von der Ernährungswissenschaft, Lebensmittelchemie und -technologie über Biologie und Medizin bis hin zu den Geistes- und Sozialwissenschaften – arbeiten dabei mit Vertretern der Ernährungswirtschaft zusammen. 30 Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind beteiligt.





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