Corona-Krise

Jobbörsen vermitteln Erntehelfer


In den intensiven Kulturen werden dringend Helfer für die anstehenden Arbeiten gesucht.
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In den intensiven Kulturen werden dringend Helfer für die anstehenden Arbeiten gesucht.

Saisonarbeitskräfte sind rar. Mehrere Jobbörsen sind für die Suche angepasst worden. Arbeitgeber müssen aber auch manche Unterkünfte neu gestalten.

Mehrere bundesweite Jobbörsen sind jetzt für Erntehelfer angepasst worden. Hier eine Übersicht zu vier Angeboten:

  • Seit dem heutigen Montag am Start ist die Online-Plattform www.daslandhilft.de, die gemeinsam vom Bundesverband der Maschinenringe und dem Bundeslandwirtschaftsministerium betrieben wird. Die Plattform will Landwirte mit Arbeitnehmern in Kontakt bringen, deren bisheriger Erwerb aufgrund der Corona-Krise weggefallen ist. Eine regionale Suche ist möglich. Es werden keine Registrierungs- oder Vermittlungsgebühren erhoben.
  • Ebenfalls kostenlos ist die Aktion des Luxemburger Karriereportal AgroBrain, die unter  „Du für Deutschland“ läuft. AgroBrain hat vor allem Studierende sowie freigesetzte Arbeitnehmer aus anderen Branchen im Blick. Unterstützt wird die Aktion vom Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und dem VDL-Bundesverband Agrar, Ernährung und Umwelt.
  • Der Deutsche Bauernverband (DBV) bietet zusammen mit dem Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) und dem kommerziellen Anbieter SinD GmbH das Online-Portal www.Saisonarbeit-in-Deutschland.de an. Es ist bis Ende Juni gebührenfrei. Landwirte können hier ihre Jobangebote für Saisonarbeiter einstellen. Interessierte Helfer können ihre Suche auch regional eingrenzen.
  • Zusätzlich hat das Portal AgrarJobBörse (AJB) sein Angebot für die Vermittlung von Saisonkräften optimiert. Die AJB ist eine Plattform, auf der Interessen von Arbeitnehmern, Auszubildenden, Praktikanten und potenziellen Arbeitgebern aufeinandertreffen. Es wird von den Landwirtschaftskammern in Deutschland betrieben und enthält Angebote und Gesuche aus ganz Deutschland. Die Kammer Niedersachsen ergänzt, dass die Saisonarbeit auch für geflüchtete Menschen eine sinnvolle Beschäftigung sein könnte. Sie bietet hierfür eigene Hilfestellungen.

Alternativen zu Sammelunterkünften gesucht

Viele Saisonarbeitskräfte werden in Sammelunterkünften untergebracht. Weil es schwer ist, in solchen Fällen die Distanz zu halten, hat das niedersächsische Innenministerium einen Erlass herausgegeben, nach dem „möglichst Einzelzimmer genutzt werden sollen.“ Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, weist allerdings darauf hin, dass die landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Betriebe mit dieser Aufgabe überfordert sein dürfen. „Wo sollen die Unterkünfte so schnell herkommen?“ fragt Staudte. Deswegen fordert die Politikern „kreative und finanzielle“ Unterstützung der Landesregierung.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) bietet eine Betriebsanweisung mit Verhaltensregeln und Schutzmaßnahmen zum Coronavirus. Sie liegt jetzt in deutscher, polnischer, rumänischer, bulgarischer und russischer Sprachversion vor.



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