Fördermittel

Landwirtschaft der Uni Bonn ist "exzellent"

Der Rektor der Uni Bonn, Michael Hoch (2. v. r.), freut sich über einen ordentlichen Geldregen für die Hochschulforschung.
Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
Der Rektor der Uni Bonn, Michael Hoch (2. v. r.), freut sich über einen ordentlichen Geldregen für die Hochschulforschung.

Geld und Ruhm für die Universität Bonn: Sechs von sieben Exzellenz-Anträgen erhalten die Zusage für millionenschwere Geldmittel. Die Agrarwissenschaften sind mit dabei.


Die Exzellenzkommission von Bund und Ländern hat kürzlich die besten Forschungsprojekte in ganz Deutschland gekürt. Damit werden insgesamt 57 Exzellenzcluster in den kommenden sieben Jahren mit bis zu 10 Mio. € pro Jahr finanziell unterstützt. Eine millionenschwere Förderung erhält auch das agrarwissenschaftliche Projekt „PhenoRob“. Das Kürzel steht für Robotik und Phänotypisierung in der Nutzpflanzenproduktion. Es vernetzt international renommierte Wissenschaftler in der Geodäsie, der Informatik und den Agrarwissenschaften. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Daten, die von Sensoren, Robotern und Drohnen in der Landwirtschaft gesammelt werden. 

Fokus liegt auf Pflanzenbau

"Wir haben den Schlüssel in der Hand, um drängende Probleme zu lösen", sagt Prof. Heiner Kuhlmann von der landwirtschaftlichen Fakultät, der mit Prof. Cyrill Stachniss Sprecher des Projektes ist. Seit mehr als zwölf Jahren würden die Wissenschaftler gemeinsam an dieser zukunftsträchtigen Schnittstelle arbeiten, die für Klima-, Umwelt- und Energiefragen relevant sei, so der Geodäsie-Professor Kuhlmann. "Da muss man enorm etwas tun und das ist uns scheinbar gelungen - auch mit dem nicht nachlassenden Vertrauen des Rektorats der Uni Bonn", erklärt Kuhlmann.

Informatiker und Wissenschaftler des Fraunhofer IAIS werden ihre Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, des Maschinellen Lernens, aber auch der Verknüpfung heterogener Daten einbringen. 
Die Ergebnisse wollen die Wissenschaftler nutzen, um das Wachstum von Pflanzen besser zu verstehen und daraus Modelle von Ökosystemen zu bauen. So sollen Düngung und Pflanzenschutz gezielter und wirtschaftlicher eingesetzt werden können. Außerdem erforschen die Experten Methoden, um die Anpassungsfähigkeit von Nutzpflanzen an veränderte Klimabedingungen zu stärken und die Artenvielfalt zu erhalten.

Die Universität Bonn ist mit den sechs geförderten Clustern die erfolgreichste Hochschule im Wettbewerb und hat nun die Chance, sich für die Ernennung als Exzellenzuniversität zu bewerben.


Exzellenz lohnt sich

Die Exzellenzstrategie fördert Hochschulen auf zwei Arten: mit den Exzellenzclustern und als Exzellenzuniversität. Sticht ein Forschungsfeld besonders hervor, vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Exzellenzcluster. Die DFG hat jetzt 57 Exzellenzcluster bestimmt. Die geförderten Unis erhalten insgesamt 385 Mio. € über sieben Jahre.

Auf der Basis erfolgreicher Cluster kann eine Hochschule zur Exzellenzuniversität erklärt werden. Dabei werden zusätzliche 148 Mio. € vergeben. Die Entscheidung über diese Titelvergabe fällt im Sommer 2019.



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