Der Aquaponic-Forschungscontainer von K+S: Charakteristisch sind die roten Lampen, unter denen Salat wächst.
Foto: K+S
Der Aquaponic-Forschungscontainer von K+S: Charakteristisch sind die roten Lampen, unter denen Salat wächst.

Das Bildungsministerium unterstützt Innovationen in der Lebens- und Futtermittelerzeugung. Produkte oder Verfahren sollen zur Marktreife gebracht werden.

Algen, Pflanzen und Fische in geschlossenen Kreisläufen zu kultivieren, gilt als Innovationsfeld. Solche neuartigen Produktionsweisen und Anbauverfahren in der Lebensmittelerzeugung unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschun jetzt fünf Jahre lang mit bis zu 20 Mio. Euro. Die Verfahren sollen über die Förderung zur Marktreife gebracht werden.

Als weiteres Förderungsfeld gilt darüber hinaus die Herstellung von Lebens- und Futtermittelzutaten, um den Konsum tierischer Lebensmittel zu senken. Voraussetzung hierfür sei, dass die Lebensmittel sich geschmacklich kaum von traditionellen Lebensmitteln unterscheiden. Dafür müssten funktionelle Bestandteile wie Proteine und Proteinkombinationen entwickelt werden.

Um Forschungsergebnisse schnell in konkrete Produkte oder Verfahren zu überführen, werden diese in einem Innovations-Hub geprüft. Dafür bewerten Experten aus der Gründerszene und Industriepartner die wirtschaftlichen Potenziale. Die Ideen sollen anschließend über Start-Ups oder etablierte Unternehmen an den Markt gelangen.

Ein Industriepartner, der bereits mit der Kultuvierung von Organismen in geschlossenen Kreisläufen experimentiert, ist der Düngemittelhersteller K+S. Im Innovationspark am ehemaligen Kali-Standort Sigmundshall nahe Hannover betreibt das Unternehmen seit August 2018 eine Versuchsanlage zur Aufzucht von Makroalgen. K+S betreibt zudem in Kassel einen Aquaponic-Versuch.
New Food Systems
Das Förderprogramm des Bildungsministeriums heißt Innovationsraum „New Food Systems“ und ist Bestandteil des Rahmenprogramms "Innovationsräume Bioökonomie". "New Food Systems" wird vom Max Rubner-Institut in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung koordiniert, und vereint mehr als 50 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.

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