Die Hochschule Anhalt stärkt die Zusammenarbeit mit der MVV Biogas Bernburg. Die Firma plant Biogas auf Basis von Bioabfällen herzustellen. Die Anlage entsteht in Kooperation mit der Fachhochschule.

Die Hochschule Anhalt und "MVV Biogas Bernburg", das Unternehmen entwickelt Systeme für Bioabfallvergärung, wollen künftig enger zusammenarbeiten. In dieser Woche haben beide Partner einen Kooperationsvertrag für Forschung und Entwicklung unterzeichnet. MVV Biogas plane derzeit in Bernburg eine Vergärungsanlage für Bioabfälle zur Biogasverwendung. Das Projekt soll gemeinsam mit Studierenden aus dem Fachbereich "Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik" umgesetzt werden.

Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 20 Mio €, teilt die MVV Biogas Bernburg mit. Ab 2020 soll die Anlage jährlich etwa 33.000 t Bioabfälle aus Bernburg und Umgebung verarbeiten. Die Anlage stoße verglichen mit der Kompostierung von Bioabfällen keine klimaschädlichen Emissionen aus. Laut der Firma werden pro Jahr rund 7.900 t CO2 eingespart. Das entspricht rund 44 Millionen Autokilometern, teilt die MVV Biogas Bernburg weiter mit.

Mit der Hochschule Anhalt sollen neue Wege entwickelt werden, um Gärrückstände nachhaltig aufbereiten und verwerten zu können sowie die Produktivität der biotechnologischen Prozesse zu erhöhen. Ein weiteres Thema der Zusammenarbeit ist die nachhaltige Voraufbereitung des Materials, die dafür sorgt, dass möglichst keine Störstoffe in die Anlage kommen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats