Forschung

Mehr Insekten in Agrarlandschaften


Übergabe der Förderbescheide durch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am 9. Oktober 2018 in Berlin.
Bild: BMEL
Übergabe der Förderbescheide durch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am 9. Oktober 2018 in Berlin.

Welchen Einfluss hat Landwirtschaft auf Insekten und wie sehen besonders insektenfreundliche Nutzungssysteme aus? Diesen Fragen stellen sich seit Oktober Forschende im Projekt „Final ‒ Förderung von Insekten in Agrarlandschaften“.

 
Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit ca. 5 Mio. € geförderte Verbundvorhaben unter Koordination des Thünen-Instituts untersucht erstmals in großen Landschaftsausschnitten, wie die Vielfalt und Funktionalität von Insekten gezielt erhöht werden kann. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) stellt dabei ein Landschaftslabor im Havelländischen Luch, nordwestlich von Berlin, bereit. Insgesamt sollen drei Gebiete, stellvertretend für die typischen Agrarräume Deutschlands, beforscht werden.

In den mehrere Quadratkilometer großen Landschaftslaboren entwickeln die Forscherinnen und Forscher in den nächsten drei Projektjahren insektenschonende Anbausysteme. Im Fokus stehen insbesondere nachwachsende Rohstoffe, also Pflanzen und Pflanzenreste, die stofflich oder zur Erzeugung von Strom, Wärme und Biokraftstoffen genutzt werden.

Auch der Einfluss von naturnahen Lebensräumen, wie Blühstreifen und anderen Biotopen, wird untersucht. Die Forschenden suchen zudem nach Wegen, wie auf dem Grünland wieder mehr Vielfalt in der Vegetation und damit in der Insektenfauna erreicht werden kann. Die Maßnahmen werden zusammen mit den Landwirtschaftsbetrieben entwickelt, um die Umsetzbarkeit in der Praxis zu verbessern. Im Ergebnis sollen erprobte Vorschläge entstehen, um Wege für eine insektenfreundlichere Landwirtschaft aufzuzeigen.

 

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