Feldversuche mit Sensorsystemen sind aufwändig und teuer. Die Forschung arbeitet daher an Simulationsverfahren.

 

Aktuelle Forschungsprojekte zeigen, dass in der Zukunft mittels Simulationsverfahren Sensorsysteme in der Landwirtschaft geprüft und optimiert werden können, denn entsprechende Feldversuche sind teuer und aufwändig. Dies hat sich im Rahmen des Doktorandentreffens Agrartechnik bestätigt, bei dem sich vergangene Woche einige angehende Doktoren von acht Fachhochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland an der Hochschule Osnabrück über ihre Foschungen austauschten, teilt die Nachrichtenagentur Agraeurope mit. Im diesem Rahmen wurde nach Angaben der Hochschule unter anderem ein 3D-Simulationsmodell vorgestellt, das gleich mehrere Sensorsysteme kombinieren soll.

3D-Simulation im Test

"Mit Hilfe von Simulationen sollen so automatisierte Fahrzeugfunktionen von Landmaschinen getestet werden, die durch Umfeldsensoren gesteuert werden", erläuterte Doktorand Jannik Redenius. Solche Automatisierungslösungen erhöhten nicht nur die Sicherheit, sondern entlasteten auch den Maschinenbediener. Bei Ernteszenarien bestehe die zusätzliche Herausforderung darin, die komplexen Arbeitsprozesse der Landmaschinen und Umfeldsensoren abhängig von Gelände- und Pflanzeneigenschaften realitätsnah abzubilden. 

Der Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung der Hochschule Osnabrück, Prof. Bernd Lehmann, hob hervor, dass die Agrarsysteme der Zukunft die unterschiedlichsten Fachdisziplinen miteinander verknüpften. Er rief die Jungakademiker dazu auf, schon jetzt die Chance zu nutzen, Kontakte zu pflegen und sich über die verschiedenen Fachbereiche hinweg zu vernetzen.

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