GVO-freie Fütterung

Fütterungsversuch mindert Sorge um Milchleistung


Wegen der Sorge um geringere Milchleistung scheuen manche Milchviehbetriebe den Einsatz von Rapsschrot statt Soja in der Fütterung. Ein Fütterungsversuch der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen gibt neue Erkenntnisse. 

In einem von der Ufop geförderten Fütterungsversuch der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt wurden die Auswirkungen von Rationen mit geringen Kationen-Anionen-Bilanzen (DCAB) auf laktierende Milchkühe geprüft. Hierbei hätten Rationen mit hohen Rapsextraktionsschrot-Anteilen und daraus resultierender niedriger DCAB keine nachteiligen Effekte auf die Futteraufnahme und die Leistungen gegenüber der Vergleichsfütterung von Rationen mit höherer DCAB. Weitere Partner des Projekts waren die  Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Freie Universität Berlin und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Mit dem aktuellen Projektvorhaben sieht die Ufop bestätigt, dass sich hohe Rapsextraktionsschrotmengen in der Milchkuhfütterung in der Praxis und in durchgeführten Fütterungsversuchen grundsätzlich bewähren.

Der Versuch im Detail 

Zur Klärung der Frage, ob Rationen mit hohem Rapsextraktionsschroteinsatz sowie hohen Gehalten an Chlor und Schwefel einen negativen Einfluss auf Futteraufnahme, Milchleistung sowie auf Parameter des Säure-Basen-Haushaltes von Milchkühen haben, wurden drei zeitlich auf ca. 60 Tage angelegte Versuchsreihen mit Kühen im zweiten und dritten Laktationsdrittel am Zentrum für Tierhaltung und Technik Iden durchgeführt.

Für die Fütterung von laktierenden Milchkühen gibt es anzustrebende Zielbereiche für die Rations-DCAB. Eine Unterschreitung kann in Abhängigkeit vom Grad der Ausprägung zu Stoffwechselstörungen führen. Die DCAB von Grobfuttermitteln variiert in Abhängigkeit von verschiedenen Einflussfaktoren extrem von hoch positiv bis weit in den negativen Bereich. Eiweißfuttermittel, die bei GVO-freier Fütterung zum Einsatz kommen wie Rapsextraktionsschrot oder Schlempen, weisen zum Teil eine stark negative DCAB auf. Aus der Kombination solcher Futtermittel mit Grobfuttermitteln mit niedriger DCAB können sich kritische Werte der DCAB in der Gesamtration ergeben.

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