Für die Zukunft ländlicher Regionen sei es wichtig, dass junge Menschen dort eine Perspektive erkennen können, stellt der BDL klar. Der Jugendverband will sich mehr Gehör verschaffen.

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) hat von Bundesinnenminister Horst Seehofer "Sitz und Stimme" bei der geplanten Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" gefordert, teilt das Nachrichtenportal Agraeurope mit. Der BDL-Vorsitzende Sebastian Schaller betonte vergangene Woche mit Blick auf die Besetzung der geplanten Kommission und die vorgesehene Gestaltung der Arbeitsgruppen, dass Jugendliche in Deutschland besonders betroffen seien von ungleichwertigen Lebensverhältnissen. Deshalb sollte auch die junge Generation in dem Gremium vertreten sein. Zu oft werde über die Köpfe der Menschen hinweg entscheiden, die zukünftig in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen sollten, beklagte Schaller.

Bis Mitte 2019 wird eine Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ Vorschläge erarbeiten, darauf haben sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag geeinigt. Strukturschwache Regionen sollen beispielsweise hinsichtlich ärztlicher Versorgung und Bildungsstätten gestärkt werden. Ebenfalls zählt eine verbesserte Infrastruktur zu den Vorhaben. Eine intakte digitale Infrastruktur dürfte Landwirte, in deren Wohnorten immer noch kein Glasfaserkabel verlegt wurde, besonders beschäftigen.

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