Masterstudium

"Blick über den Tellerrand ist wichtig"

Interkulturelles Wissen ist für Dr. Dagmar Ridder, GISMA Buzsiness School, der Schlüssel zum Erfolg.
Bild: GISMA
Interkulturelles Wissen ist für Dr. Dagmar Ridder, GISMA Buzsiness School, der Schlüssel zum Erfolg.

Im April 2020 startet der Masterstudiengang "International Agribusiness" an der privaten Hochschule GISMA in Hannover. Die internationalen Studierenden werden dort zu Führungskräften ausgebildet.

agrarzeitung: Welche Karrierechancen sehen Sie im internationalen Agrarsektor?

Dr. Dagmar Ridder: Der recht hierarchisch und konservativ geführte Agrarsektor benötigt, um für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet zu sein, einerseits kompetente Führungskräfte, die abteilungsübergreifend agieren können. Andererseits werden im Agribusiness flachere Hierarchien dringend notwendig, um schnellere Entscheidungen zu ermöglichen. Diese sind beispielsweise notwendig für neue Geschäftsmodelle der Logistik mit verringerten Lagerkapazitäten und individuellen On-Demand- Lieferungen. Diese verkürzten Prozesse erfordern, dass Führungskräfte Entscheidungsbefugnisse delegieren. Auf diese Herausforderungen im Management bereiten wir die Studierenden vor. Konkret sollen unsere Absolventen als gut ausgebildete Generalisten, die entlang der Wertschöpfungskette mit allen Bereichen vertraut sind, in den Beruf starten.

Können Sie exemplarisch einen möglichen Weg beschreiben?

Voraussetzung für eine Bewerbung an der GISMA Business School sind ein Bachelor-Abschluss sowie zweijährige Berufserfahrung. Es macht dabei keinen Unterschied, ob sich ein ehemaliger BWL-Student, der in der Ernährungsbranche Fuß gefasst hat, oder die indische, landwirtschaftlich ausgebildete Fachkraft bewirbt, die langfristig Managementaufgaben übernehmen will. Mögliche Berufsfelder eröffnen sich anschließend beispielsweise im Agrarhandel, Marketing sowie Ein- und Verkauf.

Das Programm eignet sich für ehrgeizige Persönlichkeiten, die sich in funktionsübergreifenden Rollen und Umgebungen hervorheben wollen, indem sie interdisziplinär denken und handeln.

Wie bereiten Sie diese darauf vor?

Zusätzlich zur Vermittlung der fachlichen Inhalte legt die GISMA Business School großen Wert auf die Vermittlung von sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Innerhalb von eineinhalb Jahren – so lange dauert der englischsprachige Studiengang ‚International Agribusiness‘ inklusive Masterarbeit – werden die Studierenden in insgesamt vier Sitzungen individuell von zertifizierten Life-Coaches und dem Career Center der GISMA unterstützt. Dabei geht es darum, Stärken und Defizite zu identifizieren. Anschließend kann das Angebot entsprechend angepasst werden. Wir bieten den Studierenden beispielsweise Fremdsprachen- und Bewerbungstraining sowie Rhetorik-Kurse.

Kostet das zusätzlich?

Die Kosten für den Masterstudiengang International Agribusiness belaufen sich auf insgesamt 18 600 Euro. In diesem Preis ist alles inbegriffen. Bis Ende Dezember haben Bewerber die Möglichkeit, einen Frühbucher-Rabatt in Höhe von 20 Prozent zu erhalten. Darüber hinaus gibt es für diejenigen, die weiterhin im Job bleiben wollen, die Möglichkeit, den Masterstudiengang berufsbegleitend zu absolvieren.

Wie unterscheiden Sie sich von anderen Angeboten?

Wir legen explizit einen Fokus auf Internationalität und –kulturalität. Darüber hinaus bieten wir Studierenden Seminare anstatt Vorlesungen an. Das birgt den Vorteil, dass die Studierenden in Gruppen arbeiten – und somit die interkulturelle Zusammenarbeit direkt gelebt wird.

Dafür würde doch auch ein klassisches Auslandssemester reichen.

Nein, denn jeder Studierende an der GISMA bringt ein anderes kulturelles Umfeld mit und darüber hinaus Berufserfahrung. Vor dem Hintergrund, dass in verschiedenen Ländern jeweils anders gewirtschaftet, gedacht und gehandelt wird, ermöglichen wir unseren Studierenden, permanent über den Tellerrand hinauszublicken. Wir wollen, dass die Studierenden aus ihrer persönlichen Komfortzone herauskommen. Um international erfolgreich zu sein, braucht es viel mehr als ‚nur‘ sprachliche Kompetenzen.

Warum ist Internationalität für den Agrarsektor so wichtig?

Die Agrar- und Ernährungsbranche ist international tätig. Selbst kleine und mittlere mittelständische Unternehmen agieren auf dem Weltmarkt. Ich bin überzeugt, dass die Studierenden künftig enorm davon profitieren, in direktem Austausch mit anderen internationalen Studierenden zu stehen.

Was können Absolventen der GISMA?

Sie sind sich über die Auswirkungen von Veränderungen durch digitale Technologien auf Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und den Einzelnen im Klaren. Darüber hinaus sind diese in der Lage, erworbenes Fachwissen und praktische Werkzeuge derart anzuwenden, dass sie Personen und Organisationen erfolgreich entwickeln und steuern können.

 

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