Neuer Studiengang

Zwischen Big Data und Acker

Mit der Drohne zur Feldarbeit: Die Landwirtschaft ist im Wandel.
Bild: HS OWL
Mit der Drohne zur Feldarbeit: Die Landwirtschaft ist im Wandel.

Das Wort Digitalisierung hat Hochkonjunktur. Doch noch fehlt es an Menschen, die einen Acker mit Nullen und Einsen verbinden können. Der neue Studiengang „Precision Farming“ soll das nun ändern.

Große Datenmengen bestimmen immer mehr den Berufsalltag vieler Professionen. Das gilt auch für die Agrarwirtschaft. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe schickt den neuen Studiengang „Precision Farming“ ins Feld.  Besonderer Schwerpunkt: Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Wertschöpfung durch Digitalisierung. Das Idealbild der Landwirtschaft soll so umgesetzt werden. Das richtige Mittel im genau richtigen Maß zur richtigen Zeit gilt bei Düngung, Pflanzenschutz und Ressourceneinsatz. Mit der richtigen Analyse der Daten soll das möglich sein. Der Studiengang „Precision Farming“ soll seinen Studenten alle Fähigkeiten vermitteln, die sie in einer solchen digitalisierten Landwirtschaft brauchen. So soll auf dem Feld ökonomischer und nachhaltiger gearbeitet werden.

Die Rolle des Bauern soll sich verändern. Von seiner analogen Arbeit auf dem Feld soll seine Arbeit eher aus planenden und analysierenden Tätigkeiten bestehen. Er managt und optimiert seine automatisierten Maschinen, er sagt den optimalen Zeitpunkt für Ernte, exakte Düngung und bedarfsgerechten Pflanzenschutz voraus. Auch Logistikprozesse soll er mittels Big Data optimieren können. Das alles kombiniert mit den klassischen Agrarwissenschaften.



Vier fachliche Schwerpunkte wurden in „Precision Farming“ integriert. Neben den ganz klassischen Agrarwissenschaften wird es um Informatik und Digitalisierung gehen, aber auch um Mechatronik und Automatisierung. Ergänzend dazu wird der vierte Schwerpunkt sich um Umweltinformationssysteme drehen.
Für erfolgreiche Absolventen springt ein „Bachelor of Science“ heraus. Der Studiengang geht im Wintersemester 2018/19 erstmals an den Start. Er ist vorerst zulassungsfrei, also nicht mit einem Numerus Clausus belegt. Alle Interessenten müssen sich bis spätestens 15. Juli 2018 beworben haben.

An den vier Standorten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe unterrichten 171 Professoren mit 520 Mitarbeitern rund 6.600 Studenten. Das Studienangebot reicht von Informatik über Elektrotechnik bis hin zu Pharmatechnik. Parallel zu „Precision Farming“ geht der Studiengang „Freiraummanagement“ an den Start. Weitere Informationen zum Studienangebot finden Sie im Webangebot der Hochschule.

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