Unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf startet ein europaweites Forschungsprojekt, das die Futterverwertung bei Schweinen und Hühnern untersucht. Durch eine höhere Futtereffizienz sollen einerseits Ressourcen besser genutzt, andererseits Treibhausgas-, Nitrat- und Phosphat-Emissionen minimiert werden.

Die Leibniz-Forscher sind in dem Projekt für den genetischen Forschungsansatz federführend verantwortlich. Sie untersuchen molekulare Pfade in der Tiergenetik, die für die Ausprägung der Futterverwertung entscheidend sind, teilt das FBN mit.

Ein Schwerpunkt der Forschung ist die Identifizierung von Biomarkern als messbarer Indikator für die Futterverwertung. Einen weiteren Baustein der Studie bildet die Entwicklung von Fütterungsstrategien für die Schweine- und Geflügelhaltung. So soll der Einsatz neuartiger Futterzusätze die Zusammensetzung der Darmflora positiv beeinflussen und die Darmfunktion verbessern.

Neben dem FBN beteiligen sich an dem EU-Projekt „ECO-FCE" wissenschaftliche Einrichtungen und Behörden aus acht weiteren Ländern. Das Vorhaben wird in bis 2016 mit 6 Mio. € gefördert. (az)
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