Online-Umfrage

Studentin will Tierarztausbildung verbessern

Judith Vogt, Doktorandin an der Freien Universität Berlin, sieht Anpassungsbedarf in der Veterinärmedizin.
Foto: Privat
Judith Vogt, Doktorandin an der Freien Universität Berlin, sieht Anpassungsbedarf in der Veterinärmedizin.

Viele Tiermedizinstudenten kommen im Praktikum zum ersten Mal mit dem wahren Alltag eines Großtiertierarztes in Berührung. Sind diese Studenten noch bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet? Eine Online-Umfrage soll Antworten liefern. 

Als Landwirt ist man zu großen Teilen an die Tierärzte der Region gebunden, doch nicht immer ist diese Zusammenarbeit so, wie man es sich vorstellt. Ist die Beratung umfassend genug? Werden Notfälle schnell genug behandelt? Lässt sich ein lange bestehendes Bestandsproblem nicht lösen?

Judith Vogt, Doktorandin der Veterinärmedizin an der FU Berlin, möchte herausfinden, wie sich Landwirte den idealen Tierarzt vorstellen. Dazu hat sie einen Fragebogen entwickelt, dessen Ausfüllen etwa 10 Minuten in Anspruch nimmt.  Sie verfolgt das Ziel, zukünftigen Tierärzten aufzuzeigen, wo die Bedürfnisse der Landwirte liegen und hofft auf eine rege Teilnahme.

Auch soll die Auswertung des Fragebogens dazu dienen, die Ausbildung der jungen Tierärzte zu überdenken und anzupassen. Denn heute ist es eher die Regel als die Ausnahme, dass Veterinärmedizinstudenten in Praktika zum ersten Mal mit dem wahren Praxisalltag eines Großtiertierarztes in Kontakt kommen - und überfordert sind, erklärt Vogt. Die Komplexität der Landwirtschaft, die Wirtschaftlichkeit von Behandlungen und Therapien und die Reichweite, die falsche Entscheidungen mit sich bringen können, werde in dem tierärztlichen Grundstudium nur bedingt vermittelt, kritisiert sie. 

Vogt interessiert sich dafür, wie Landwirte die Zukunft sehen. Insbesondere sei wichtig zu erfahren, in welchen Bereichen Landwirte Tierärzte als Ratgeber schätzen oder für die kurative Behandlung der Tiere benötigen. Dazu hat sie Fragen entwickelt, die sich speziell an Milchviehhalter richten. Die Umfrage ist komplett anonym und lässt sich nicht auf die Teilnehmer zurückverfolgen. Wer mitmachen möchte, gelangt auch über den QR-Code an die Umfrage.

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