Personalmangel

Dänen klagen über fehlende Arbeitskräfte

Die freudige Nachricht, wonach die Arbeitslosenquote in Teilen Dänemarks einen Tiefstand erreicht hat, betrübt Arbeitgeber im Agribusiness. Dies wirke sogar auf die Produktion in der Agrar- und Ernährungsbranche.

Der dänischen Landwirtschaft gehen offenbar die Arbeitskräfte aus. Der Dachverband der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) verweist auf aktuelle Zahlen des Nationalen Statistikamtes, wonach die Arbeitslosigkeit in Teilen des Landes einen neuen Tiefstand erreicht hat. Insbesondere in den ländlichen Regionen, so beispielsweise in manchen Gemeinden Westjütlands, sei die Arbeitslosenquote zuletzt auf unter 3 Prozent gesunken. Diese eigentlich positive Entwicklung bringt laut dem Dachverband gerade für den Agrarsektor auch negative Folgen mit sich.

Für Arbeitgeber in den grünen Berufen werde es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden. Umgekehrt nehme der Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Arbeitnehmer immer mehr zu. Nach Angaben der L&F-Vorsitzenden Karen Hækkerup müssen aktuell 20 Prozent der Landwirte und 25 Prozent der Unternehmen im Ernährungscluster aufgrund des Arbeitskräftemangels Einschränkungen bei der Produktion hinnehmen. Die entsprechenden Anteile hätten sich damit seit 2015 nahezu verdoppelt. Hækkerup forderte daher die Regierung in Kopenhagen auf, mehr für den Zuzug qualifizierter ausländischer Arbeitskräfte zu tun.

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