Anstelle von Protektoren aus starrem Kunststoff hat ein Geschwisterpaar aus Fulda einen Schutz aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt, der sich flexibel an den Körper schmiegt. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zeichnete die Idee jetzt bei "Jugend forscht" aus.

Protektoren schützen Rücken, Schultern und Gelenke. Oftmals besteht die Schutzausrüstung jedoch aus starrem Kunststoff und schränkt möglicherweise die Bewegungsfreiheit des Sportlers ein. Nicht so der Protektor von Anna (16) und Adrian (19) Fleck: Er besteht aus einer weichen Silikonhülle, die mit einer stärkehaltigen Flüssigkeit gefüllt ist. Im entscheidenden Moment schützt der Protektor trotzdem. Denn er erstarrt bei hoher Krafteinwirkung zum Feststoff und soll so zuverlässig schützen. Die Geschwister nutzen für ihre Erfindung die spezielle "nicht-newtonsche" Eigenschaft der Speisestärke-Flüssigkeit. Darüber hinaus entwickelten sie eine Messapparatur, mit der sie die Effektivität ihres „FleckProtecs“ mit der von handelsüblichen Produkten verglichen.

Für ihre Erfindung wurden die beiden nun auf dem 53. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ mit dem Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ ausgezeichnet. Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat ihnen den Preis überreicht.

Der 1965 vom Journalisten Henri Nannen ins Leben gerufene Jugendwettbewerb „Jugend forscht“ soll auf die Ausbildung und Förderung junger Menschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) abzielen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stiftete den mit 1.500 € dotierten Sonderpreis "Nachwachsende Rohstoffe" im Jahr 2007.

 

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