Recruiting

Agrarfirmen beugen Fachkräftemangel vor

In Niedersachsen suchen Unternehmen aus der Agrar-und Ernährungswirtschaft die Nähe zu Nachwuchskräften. Dafür kooperieren sie mit Schulen. Die nehmen die Firmen auch kritisch unter die Lupe.

In den niedersächsischen Landkreisen Cloppenburg, Diepholz und Vechta ist die Dichte an Arbeitgebern aus der Agrar- und Ernährungsbranche hoch. Um einem Fachkräftemangel entgegenzuwirken startete die Universität Vechta im Rahmen der "Fachkräfteinitiative Niedersachsen" Anfang des Jahres 2017 die Pilotphase des Projekt "Kurs-Zukunft". Innerhalb des Projekts kooperieren bisher mehrere Real-, Haupt- und Oberschulen mit einem Dutzend Firmen mit dem Ziel, potenziellen Arbeitnehmern die Branche näherzubringen. Den Unternehmen, darunter Mischfutterhersteller und Fleischproduzenten, wird dabei die Möglichkeit geboten, sich als attraktiver Arbeitgeber vor den Schülern zu präsentieren und diese ins eigene Unternehmen einzuladen. Die Schüler werden auf die Zusammentreffen mit den Unternehmensvertretern vorbereitet, erklärt eine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nieke-Niedersächsisches Kompetenzzentrum Ernährungswirtschaft.

Das Nieke koordiniert das Projekt und hat sich zum Ziel gesetzt, Schüler für eine kritische Sichtweise zu coachen. Steht beispielsweise das Thema Nachhaltigkeit in Unternehmensstrukturen auf dem Lehrplan, ginge es auch darum, zu beleuchten, woher beispielsweise der Mischfutterhersteller seine Rohstoffe bekommt. Die Schüler sollen darüberhinaus lernen, welche Maßnahmen ein Unternehmen umsetzen kann, um Energie einzusparen und welche Vor- und Nachteile die Beschäftigung eines Subunternehmens bergen. Die Pilotphase des Projekts Kurs-Zukunft endet dieses Jahr. Eine Weiterführung ist geplant, teilt das Nieke mit.

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