Resistente Bakterien

Forscher wollen Keime im Stall reduzieren

Die Fachhochschule Südwestfalen startet ein Forschungsprojekt zu multiresistenten Keimen in der Schweinehaltung. Dafür sucht sie noch Betriebe, die teilnehmen wollen. Im Rahmen des Projekts werden Lösungen erprobt, die die Erreger langfristig reduzieren sollen.

Als multiresistente Erreger gelten Keime, bei denen die Auswahl der wirksamen Antibiotika immer geringer wird – für Mensch und Nutztier. Häufig sind diese in konventionell schweinehaltenden Betrieben nachgewiesen worden. Die Fachhochschule Südwestfalen untersucht nun, wie multiresistente Erreger in schweinehaltenden Betrieben reduziert werden könnten. Dabei sollen Schweine in der Mastzeit, also über einen Zeitraum von rund elf Wochen, begleitet werden. Die Wissenschaftler wollen zu Beginn bei Einstallung und gegen Ende der Mastzeit Proben nehmen. Die Abteile werden zuvor gereinigt und desinfiziert, so dass die Erreger der Vorgruppe weitestgehend eliminiert werden. Für die Untersuchung suchen die Wissenschaftler derzeit noch tierhaltende Betriebe mit unterschiedlichen Haltungsformen.

Das Forschungsprojekt an der Fachhochschule Südwestfalen ist Teil des bundesweiten Projekts #1Health-PREVENT, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.


 

stats