WiA – Women in Agribusiness

Zum Führen gehört Haltung

Frauenpower: die Teilnehmerinnen des WiA-Treffens im Frühjahr in Köln.
Foto: WiA
Frauenpower: die Teilnehmerinnen des WiA-Treffens im Frühjahr in Köln.
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Mit aktuellen Agrarthemen befasst sich das Netzwerk WiA – Women in Agribusiness. Das Frühjahrstreffen bei der RWZ widmete sich der Nachhaltigkeit.

Wie die RWZ Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG in Köln Nachhaltigkeit lebt, diskutierten 34 weibliche Fach- und Führungskräfte aus der Agrarbranche im Kranhaus Nord des Rheinauhafens mit den RWZ-Verantwortlichen. Britta Noras, Leiterin der Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit RWZ, sowie Dr. Ulrike Vogl, Leiterin der RWZ-Abteilung Nachhaltigkeit, stellten die Nachhaltigkeitsstrategie vor.

Unternehmenskultur zählt

Das Thema Nachhaltigkeit sei integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Und das gelte nicht nur in Bezug auf Erzeugung, Produktion und Verarbeitung, wie Ulrike Vogl betonte: „Neben der Ressourcenoptimierung steht bei uns auch die Unternehmenskultur im Fokus.“ Britta Noras wies auf die gesellschaftliche Verantwortung der RWZ hin. Als übergeordnetes Ziel nannte sie, das „gute Leben“ nachhaltig zu befördern.

Wann Force Majeure gilt

Rechtsanwältin Alexandra Thiel, die sich mit ihrer Kanzlei Agrilex auf Agrar- und Wirtschaftsrecht spezialisiert hat, fokussierte die Fragen, die ihre Mandanten aus Landwirtschaft, Agrarhandel oder Genossenschaften aktuell am meisten umtreiben. Dazu gehören auch die Folgen des Krieges in der Ukraine. Wann etwa gilt höhere Gewalt – die Force Majeure, bei der Liefer- und Vertragspflichten entfallen können. Außerdem berichtete die Rechtsanwältin, dass bei Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf Agrarflächen einige rechtlichen Herausforderungen zu beachten sind. „Die Transformation der Landwirtschaft wird teilweise durch fehlende Rechtsrahmen gehemmt statt gefördert“, lautet ihre Erfahrung.

Was Körpersprache aussagt

Schließlich widmeten sich die Agrarfachfrauen ihrem eigenen Auftreten. Unter dem Stichwort „Alles eine Frage der Haltung“ bot Barbara Fernández, Expertin für Körpersprache, ein Training zu Ausstrahlung, Auftreten und Außenwirkung. Sie verriet Tricks, wie verbale und non-verbale Kommunikation in Einklang gebracht werden können, um die eigenen Anliegen besser zu vertreten.

Nächstes Treffen bei Lieken

WiA – Women in Agribusiness ist 2017 von der Bankerin Hella Otten ins Leben gerufen worden, um die Vernetzung von Frauen in Führungspositionen in der Agrarbranche voranzubringen. Seit seiner Gründung wächst das Netzwerk stetig. WiA trifft sich in der Regel halbjährlich an wechselnden Standorten. Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Spätsommer stattfinden. Die Patenschaft hat Heike Engels übernommen, die bei der Lieken Brot- und Backwaren GmbH den Einkauf der Agrarrohstoffe leitet.

Engagiert für WiA: Andrea Dietrich (Dr. Eckel Animal Nutrition), Heike Engels (Lieken), Alexandra Thiel (Agrilex), Britta Noras (RWZ), Hella Otten (WiA) und Dr. Ulrike Vogl (RWZ).
Foto: WiA
Engagiert für WiA: Andrea Dietrich (Dr. Eckel Animal Nutrition), Heike Engels (Lieken), Alexandra Thiel (Agrilex), Britta Noras (RWZ), Hella Otten (WiA) und Dr. Ulrike Vogl (RWZ).
Gedankenaustausch (v.l.) Angela Werner (Deutscher Fachverlag) Hella Otten (WiA) und Rechtsanwältin Alexandra Thiel (argiles)
Foto: WiA
Gedankenaustausch (v.l.) Angela Werner (Deutscher Fachverlag) Hella Otten (WiA) und Rechtsanwältin Alexandra Thiel (argiles)
Ausstellungsmacherinnen: Freya von Czettritz (l.) und Ines Rathke von den DLG-Messen Agritechnica und EuroTier
Foto: WiA
Ausstellungsmacherinnen: Freya von Czettritz (l.) und Ines Rathke von den DLG-Messen Agritechnica und EuroTier

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