Märkte am Mittag

Geringere Prämien für Weizen

Die festeren Weizenkurse an den internationalen Börsen können sich am norddeutschen Kassamarkt nicht durchsetzen. Die Käufer reagieren mit niedrigeren Prämien für die Ware. Alte Ernte ist mit knapp 160,00 €/t franko Hamburg im Juni bewertet. Für die Abwicklung der anstehenden Schiffe werden noch einige Partien an Weizen benötigt. Für die kommenden Wochen werden durchaus noch einige Verladeaktivtäten erwartet. 

Markttendenz:
Der Kassamarkt reagiert auf steigende Weizenpreise mit kleineren Prämien. Neue Ernte wird trotz noch guter Preise seitens der Verkäufer weiter vernachlässigt. 
Neue Ernte ist heute Basis September mit 169,00 €/t franko Hamburg bewertet. Damit liegt der Kurs für die neue Ernte nach wie vor deutlich über den Notierungen der alten Waren. Die Abgabebereitschaft seitens der Landwirtschaft hält sich aber in Grenzen. Die Verkäufer wollen die tatsächlichen Quantitäten und Qualitäten abwarten. Es ist die Rede von einem gewissen Krankheitsdruck aufgrund der häufig feuchten Witterung. 

Die EU-Kommission schätzt die europäische Weizenernte 2016 mit 145,1 Mio. t mittlerweile höher als noch vor einem Monat mit 142,6 Mio. t. Auch der Internationale Getreiderat (IGC) erhöht seine Schätzung für die globale Weizenproduktion um 5,0 Mio. t auf 722 Mio. t. 

In Paris beginnt der Weizen den Tag heute im roten Bereich. Der September verliert 0,50 €/t auf 166,75 €/t. Mais bewegt sich mit einer leichten Tendenz in den roten Bereich seitwärts. Der Juni verliert 0,25 €/t auf 170,25 €/t. Raps kann weiter zulegen. Der August gewinnt noch einmal 0,25 €/t und liegt heute Mittag bei 374,50 €/t. (dg)
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