Märkte am Mittag

Kassamarkt steht fast still


Weizen beginnt den Donnerstag mit einer leichten Befestigung, legt sich dann im Laufe des Vormittags an der Matif auf rote Zahlen fest. Gegen Mittag liegt der Kurs für November bei 196,75 €/t und damit 0,75 € unter dem Preis des Vortages. Raps bleibt ebenfalls bei seiner Neigung zur Schwäche und startet den Tag gleich mit 3,25 € /t unter dem Mittwoch. Im Laufe des Vormittags kann er sich leicht erholen und liegt mittags mit 420,75 €/t nur noch 0,75 € unter dem Vortag. Mais geht mit einem Verlust von 1,00€ in den Tag. Im Laufe des Vormittags hält sich der Kurs für August mit 217,50 €/t 0,75 € unter dem Mittwoch.

Der Kassamarkt am Oberrhein ist nach dem erneuten Preisverfall an den Börsen fast völlig zum Stillstand gekommen. Verkäufer und Verarbeiter tasten den Markt regelrecht ab. Er ist kaum greifbar. Je nach Bedarf müssen die Mühlen noch die passenden Mengen aus der alten Ernte finden. Unsicher bleibt der mögliche spätere Zeitpunkt des Erntebeginns. Er könnte das Blatt zumindest kurzfristig noch einmal wenden.

So gibt es im Moment keinen einheitlichen Preis. Zu hören sind Kurse von 220,00 bis 230,00 franko Oberrhein für Brotweizen im Juni. A-Weizen bleibt nicht gefragt. Für Roggen sind Kurse von 175,00 bis 180,00 € /t zu hören. Mühlen bleiben im Moment allein die Käufer. Mischfutterwerke sind nicht am Markt.

Auch für die neue Ernte muss neu kalkuliert werden. Der Markt sortiert sich mit den aktuellen Vorgaben aus Chicago und Paris neu. Auch hier fällt die Orientierung schwer. Selbst Negativprämien zu den Matifkursen im November sind im Gespräch. So halten sich Abgeber und Käufer im Moment gleichermaßen zurück. Die Marktteilnehmer sind sehr vorsichtig geworden. „Den Markt völlig zu verweigern ist allerdings keine gute Marschrichtung“, ist ein Marktteilnehmer sicher.

In Chicago sieht der Mais heute Vormittag eine leichte Befestigung. Die Schwäche bei Sojabohne und Schrot wird etwas abgemildert. Weizen tendiert unentschlossen. (dg)
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