Märkte am Mittag

Abgabebereitschaft flackert auf


Markttendenz
Im Süden rechnen Marktkenner damit, dass die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft vor Weihnachten zunimmt. Ansonsten sind frische Impulse Mangelware.
Die Weizennotierungen in Paris und in Chicago legen am Donnerstagmittag den Rückwärtsgang ein und geben leicht nach. Der Frontmonat Dezember für Mahlweizen an der Matif wird mit 161,50 €/t bewertet und damit 0,25 €/t schwächer als am Vortag. In Chicago schlägt bei den Futures auf Soft-Red-Winter-Weizen ein kleines Minus zu Buche. Auch die Mais- und Sojaschrotnotierungen geben nach, während die Sojabohne grüne Zahlen schreibt. Die Raps-Futures an der Matif folgen der Bohne nicht und rutschen etwas in den roten Bereich ab.

Das Geschäft mit Weizen am deutschen Kassamarkt läuft unterdessen weiter in ruhigen Bahnen. Einzelne Marktteilnehmer berichten, dass die Abgabebereitschaft der Landwirte im Norden und Nordosten in dieser Woche leicht gestiegen ist. Die Ware sei an Erfasser geflossen, heißt es. „Der Weizen ist teilweise für Mischer, teilweise für Mühlen bestimmt. Vielleicht ist auch ein bisschen Kontraktgeschäft dabei“, führte ein Makler im Gespräch mit agrarzeitung.de aus. Auch Marktteilnehmer in Hamburg beobachten, „dass man in den letzten Tagen zumindest mal was kaufen konnte“, wie es dazu heißt. Doch um große Mengen handele es sich dabei nicht – der Markt sei weiterhin „wenig lebhaft“.

Italiengeschäft verliert an Schwung

Im Süden beklagen Händler eine „schlechte“ Abgabebereitschaft seitens der Landwirtschaft. Dabei sei Nachfrage seitens der Mühlen, Kraftfutter- und Bioethanolhersteller vorhanden. Der Export von E- und A-Weizen Richtung Italien habe zuletzt etwas an Schwung verloren, berichtete ein Marktteilnehmer agrarzeitung.de.

Norddeutsche Braugerstenhändler verzeichnen derweil Interesse an Kontrakten für Braugerste aus der Ernte 2018. Hier würden derzeit Prämien auf Futtergerste franko Hamburg von rund 40 €/t gewährt. (pio)
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