Die deutsche Milchindustrie verzeichnet auch für 2014 ein solides Ergebnis, teilt die Export-Union für Milchprodukte, Berlin, mit. Zwar sei für das wichtigste Produkt Käse kein neuer Rekordwert erzielt, das gute Ergebnis des Vorjahres mit einer Menge von knapp 1,16 Mio. t jedoch nahezu exakt wieder erreicht worden. Eine leicht verbesserte Bilanz für die innereuropäischen Ausfuhren sowie größere Exporte in die USA und nach Japan hätten das seit dem Spätsommer 2014 bestehende Importembargo Russlands ausgleichen können. Die Ausfuhren nach Russland hätten mit lediglich gut 13.000 t rund 65 Prozent unter jenen des Vorjahres gelegen, so die Export-Union.

Auch in China seien für die deutsche Molkereiexporte Zuwächse verzeichnet worden. Und dies trotz der Tatsache, dass die Volkrespublik als weltweit größter Milchimportmarkt seine Einfuhren um teilweise 75 Prozent pro Monat verringert habe.

Mit einer exportierten Menge von knapp 58.000 t Vollmilchpulver sei das Ergebnis in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr gehalten worden. Für Magermilchpulver wurde sogar ein Zuwachs um 15 Prozent auf gut 330.000 t gegenüber 2013 verzeichnet. 

Der Verband äußert die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung der Handeslbeziehungen nach Russland. Er weist darauf hin, dass in der nächsten Zeit russische Veterinäre zu Kontrollbesuchen in deutschen Molkereien erwartet werden. (jst)
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