Märkte am Mittag

Abwartende Haltung

Die Zurückhaltung der Verarbeiter erklärt sich aber auch mit der nach wie vor guten Versorgungslage bis zu Jahreswechsel und zum Teil auch darüber hinaus. Die Landwirte zeigen sich davon aber offensichtlich nur wenig beeindruckt. Sie haben einen Großteil ihrer guten Aufmischqualitäten eingelagert. Auch die Läger des Erfassungshandels sind meist gut gefüllt. Den Marktfruchtbetrieben erscheinen die Erzeugerpreise gegenwärtig nur wenig attraktiv, auch wenn für die eine odere andere proteinreiche Weizenpartie inzwischen auch etwas mehr geboten wird. Die Erzeugerpreise für E-Weizen liegen zwischen 173 bis 180 €/t netto, frei Erfassungslager.

Für A-Weizen sind 142 bis 152 €/t im Gespräch. B-Weizen, der noch immer reichlich angeboten ist, wird um 132 bis vereinzelt 145 €/t abgerechnet. Bei ruhigen Umsätzen erhalten die Landwirte für ihren Futterweizen zwischen 120 bis 130 €/t. Allgemein hofft auch die süddeutsche Getreidewirtschaft von einem lebhafteren Exportgeschäft als Folge des relativ niedrigen Eurokurses profitieren zu können. Andererseits könnte die reichliche Maisernte zeitweise noch etwas Preisdruck allgemein auf die Getreidemärkte ausüben.

An der Warenterminbörse Matif in Paris kratzt der Weizenkontrakt für November mit 159,00 €/t an der 160-Euro-Marke. Raps legt für den gleichen Termin um 0,50 auf 323,50 €/t leicht zu. (HH)   
stats