Märkte am Mittag

Abwartende Haltung


Der physische Markt zeigt sich vom Auf und Ab nur wenig beeindruckt. Die Verarbeiter nehmen nach wie vor eine überwiegend abwartende Haltung ein. Anfragen beim Handel dienen häufig nur der Orientierung. In aller Regel wird lediglich der laufende Bedarf gedeckt. Größere Abschlüsse erfolgen ohnehin nur, wenn dahinter auch entsprechende Mehlgeschäfte stehen. Mindestens bis zum Ende des Jahres haben etliche Betriebe ihren Bedarf gedeckt. Besonders gelassen geben sich Mühlen, die einen größeren Anteil an Kleinpackungen herstellen. Die dafür benötigten schwächeren Weizenqualitäten stehen gut ausreichend zur Verfügung, wenngleich das Interesse der Mischfutterindustrie an dieser Ware gestiegen ist. Wegen der DON-Problematik bei der disjährigen Maisernte werden häufig die Rezepturen umgestellt. Davon profitiert, neben der Wintergerste, auch der schwächere Weizen. Die Landwirte, gelockt von den höheren Erzeugerpreisen, haben  sich in den vergangenen Tagen von Teilmengen auch der höheren Qualitäten getrennt. Die Premien für A- und besonders für den knappen E-Weizen sind durchaus attraktiv. Die Einstandpreise für B-Weizen mit 11,5 bis 12 Prozent Rohprotein werden für Jan./März 2015 mit etwa 176 bis 178 €/t franko angegeben. Für den gleichen Termin notiert A-Weizen mit 186 bis 190 €/ t. Futterweizen notiert für Jan./März, je nach Parität, mit 165 bis 166 €/t franko.
Der Markt für Brotroggen hat sich in Süddeutschland bereicht in die Weihnachtsferien verabschidet. Es wird nur von sehr geringen Geschäften berichtet. Regional ist Roggen vor allem ersthändig nur schwer unterzubringen. Die aktuellen Notierungen bewegen sich zwischen 160 bis 165 €/t franko. (HH)    
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