Märkte am Morgen: Getreide

Ägypten belastet Weizenkurse


Weizen: Die Weizennotierungen an der Matif drehten im Sitzungsverlauf wieder nach rot, als bekannt wurde, das Ägypten eine weitere Schiffsladung mit kanadischen Weizen aufgrund von Mutterkorn-Spuren  abgewiesen hat. Der März-Termin verlor in Paris wieder 2,25 €/t und fiel auf 153,25 €/t. Der Mai notierte mit 160,50 €/t. Positive Impulse vom etwas schwächeren Euro hellten die gedrückte Stimmung nicht auf.
 
Am Hamburger Markt haben sich die Preise kaum verändert. Die Briefkurse für vorderen Weizen lagen auf dem gleichen Niveau wie die März-Notierung an der Matif, Gebote gab es bei 1,00 €/t darunter. In Polen sind die Weizenpreise in Häfen unter Druck geraten und die Exporteure zahlten nur noch umgerechnet 148,60 €/t für Weizen Basis 12,5 Prozent Protein. Auch in der Schwarzmeerregion fielen die fob-Preise für russischen Weizen um 2 US-$/t auf 179 bis 181 US-$/t.
 
In Chicago profitierte Weizen von Shortabdeckungen. Die Fonds haben in der vergangenen Berichtswoche ihre netto-Shortpositionen bei Weizen, Mais und Soja signifikant um insgesamt 117.000 Kontrakte ausgebaut und  nahmen nach dem verlängerten US-Wochenende Glattstellungen vor.
 
Mais: Auch bei Mais brachten Short-Eindeckungen die Chicagoer Notierungen etwas nach oben. Der März schloss bei 3,63 US-$/t. Die wöchentlichen US-Exportverladungen von knapp 691.000 t fielen neutral aus.
 
An der Matif geriet der Frontmonat März unter technischen Druck, zumal die Optionen  für den in Kürze auslaufenden März-Kontrakt eingelöst sind. Der März verlor 0,75 €/t und fiel auf knapp 149 €/t. (St) 
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