Märkte am Mittag

Ägypten kauft in Frankreich


Frankreich unterstreicht erneut seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Zum sechsten Mal in Folge gewinnt das Nachbarland im Vermarktungsjahr 2014/15 den Zuschlag eines Weizentenders, ausgeschrieben von der Getreideeinkaufsagentur GASC in Kairo. Diese kaufte 60.000 t französischen Weizen zu 243,74 US-$/t cif. Damit erhöhen sich die Importe nach Ägypten im laufenden Wirtschaftsjahr auf insgesamt 2,25 Mio. t , 840.000 t kommen aus Frankreich.

Derzeit spielt der schwache Euro den Exporteuren in der EU in die Hände. Europäisches Getreide ist damit weltweit wettbewerbsfähig. Während französischer Weizen vor allem das mittlere und schwächere Weizensegment bedient, kann deutscher Weizen mit höheren Proteinwerten punkten. Marktteilnehmer erwarten, dass im 1. Halbjahr eine stärkere Nachfrage einsetzen wird. Die Exportaktivitäten in Frankreich beeinflussen auch das Angebot im Inland. Futterweizen ist längst nicht mehr so umfangreich angeboten, wie noch während der Ernte erwartet wurde. Regional haben französische Einkäufer auch in Deutschland eingekauft.

An der Warenterminbörse in Paris erholten sich die Notierungen für Weizen in der abgelaufenen Woche. Der Januarkontrakt legt bis zum Mittag um 0,50 auf 175,25 €/t zu. Dafür kann Raps um 2,00 auf 339,75 €/t aufholen. (da)
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