Märkte am Morgen: Getreide

Ägyptens Weizentender bleibt leer


Weizen: Das Durcheinander um die weitere Ausrichtung der ägyptischen Weizenimporte belastete die Kurse an der Matif erneut. Die März-Notierung fiel zeitweise knapp unter 160 €/t, konnte sich aber noch oberhalb dieser psychologischen Schwelle halten. Ein festerer Euro drückte ebenfalls auf die Notierungen. In Chicago schloss Weizen knapp behauptet.
 
Am Hamburger Markt haben sich die Prämien auf die Matif-Notierungen nach den jüngsten Exportaufträgen  für deutschen Weizen um 2,00 €/t aufgebessert. Für Weizen mit 12 Prozent Protein liegen sie nun je nach Geld- oder Briefstelle nur noch 2,00 bis 1,50 €/t unter der Matif-Märznotierung.
 
Ägypten sorgt mit seiner Importregelung bei Mutterkorn weiterhin für erhebliche Verunsicherung. Die von 0,05 Prozent auf eine Null-Toleranz abgesenkten Grenzwerte für Mutterkorn sind nach Ansicht von Exporteuren unrealistisch und kaum einzuhalten. Ägypten bekam bereits die erste Quittung und musste seine jüngste Weizen-Ausschreibung stornieren. Für den Tender gab es keine einzige Offerte, nachdem Ägypten am Wochenende eine 63.000 t Weizenlieferung aus Frankreich wegen Überschreitung der Grenzwerte abgewiesen hatte. Nun will die GASC als staatlicher Weizeneinkäufer Ägyptens versuchen, 3 Mio. t Weizen bilateral und außerhalb des Ausschreibungsverfahrens zu kaufen. Im Markt kursieren Spekulationen,  dass Ägypten aufgrund einer ausgeprägten Devisenknappheit ein Vorwand gesucht haben könnte, um sich aus einem teureren Weizenkontrakt herauszuwinden. Seit dem Kaufabschluss sind die Weizenpreise nämlich kräftig gefallen.
 
Mais: Für Mais ist die Nachrichtenlage dürftig. Die Chicagoer Notierungen profitierten von kleineren Shortabdeckungen und legten geringfügig zu. In Argentinien befinden sich Agenturberichten zufolge 30 bis 40 Prozent der Maisbestände in der kritischen Phase und brauchen in den kommenden beiden Wochen dringend Regen.
 
In Paris bewegte sich der Frontmonat März mit 153 €/t nicht. Die übrigen Termine notierten geringfügig schwächer. (St)
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