Märkte am Mittag

Agrarmärkte bleiben ruhig

An der Matif notiert Weizen für den Dezember-Termin bei 166,75 €/t um 0,25 Euro/t schwächer. Bei der Rapssaat notiert der Monat November 2017 bei 370,25 €/t gegenüber gestern mit einem Minus von 1,25 Euro/t. Die starke Nachfrage der Mischfutterindustrie in Südoldenburg stützt aber insgesamt die Kurse. Dort werden mit 170 €/t franko für Futterweizen die höchsten Preise gezahlt.

Den Beginn des Exportes von deutschen Weizen erwarten die Händler für die Monate Dezember 2017 und Januar 2018. Bis dahin dürfte die Schwarzmeerware die Märkte dominieren. Aktuell hat die EU-27 knapp 3,2 Mio. t Weizen exportiert gegenüber 5,7 Mio. t zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Französischer Weizen allerdings bleibt von diesem negativen Trend unberührt und kann Dank der guten Ernte eini­ges an Ware absetzen - auch inner­halb der EU. Aus Russland sind in den ersten zwei Monaten in 2017/18 rund 7,5 Mio. t Getreide exportiert worden und damit gut 15 Prozent mehr als 2016/17. Die Maisernte hierzulande ist auch aufgrund der Unwetter weiterhin mit großer Unsicherheit behaftet. Entsprechend zurückhaltend verläuft bei Preisen von 170 €/t franko Südoldenburg bisher die Vermarktung.

Die Soja- und Rapsmärkte treten auf der Stelle. Die Situation bei der Aussaat in Südamerika ist jetzt für den Markt für Ölsaaten preisentscheidend. In Teilen Argentiniens ist der Boden zu nass, während in Brasilien Trockenheit in den kommenden drei Wochen die laufende Sojaaussaat behindern wird. Die Sojakurse geben aber dennoch nach, da die US-Farmer von Erträgen über den Erwartungen bei der Sojaernte in den USA berichten. Die Kurse für Rapssaat liegen um 370 €/t angeliefert bei den Ölmühlen für die Lieferung von Okt. bis Dez. 2017. Damit haben sich die Kurse seit der Ernte 2017 praktisch nicht verändert. Ab Hof in Ostdeutschland liegen die Kaufideen für die Lieferung im November um 360 €/t. (Ps)
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