Märkte am Morgen: Getreide

Algerien bleibt Frankreich treu

Weizen: In Chicago gaben die Weizennotierungen am Mittwoch erneut nach. Der Dezember verlor knapp 5 Cent und schloss bei 4,30 US-$/bushel. Das ist der niedrigste Schlusskurs seit dem 5. September. Seit dem Zwischenhoch Ende September hat Weizen in Chicago damit rund 6,5 Prozent verloren. Ein starker Dollar und die anhaltend große Konkurrenz Russlands trübten die Stimmung.

An der Matif bewegten sich die Notierungen am Mittwoch wie schon in den vergangenen Tagen nur wenig. Gestern ging es um einen Euro nach unten. Der Dezember schloss bei 161,50 €/t. Positiv aufgenommen wurde, dass französischer Weizen bei einer Ausschreibung Algeriens Erfolg hatte. Die staatliche Getreideagentur OAIC kaufte am Dienstag 660.000 t zur Lieferung im Januar. Die große Menge überraschte, denn üblicherweise umfassen die monatlichen Tender nur 450.000 t. Zu den Preisen machte OAIC keine Angaben. Die im Handel genannten Cif-Preise von 210 bis 212,50 US-$/t lösen keine Euphorie aus. Neben Frankreich könnte auch Weizen aus Argentinien einen Zuschlag erhalten haben, berichtet Reuters.

Für eine Ausschreibung Äthiopiens von 400.000 t Brotweizen wurde die Angebotsfrist vom 17. Auf den 24 Oktober verschoben. Offenbar hatten zu wenige Händler Angebote abgegeben. Geliefert werden soll die Ware bis Anfang Februar 2018. Auch Ägypten ist weiter auf dem Weltmarkt aktiv. Noch bis heute Mittag 12 Uhr können Gebote für eine nicht näher benannte Menge abgegeben werden, die Anfang Dezember geliefert werden soll. 15.30 Uhr will die staatliche Importagentur GASC mitteilen, wem ein Zuschlag erteilt wurde. In den vergangenen Ausschreibungen hatte sich ausschließlich russischer Weizen durchgesetzt.

Mais: Vom schwachen Weizenmarkt wurde auch Mais in den roten Bereich gezogen. Mit 1,5 Cent hielten sich die Verluste aber in Grenzen. Der Dezember schloss bei 3,48 US-$/bushel. An der Matif gab Mais um 1,25 € auf 147,50 €/t nach. In Argentinien verzögert sich die Maisaussaat weiter, weil noch immer viele Felder zu nass sind. In den vergangenen Jahren waren die Arbeiten Mitte Oktober weitgehend abgeschlossen. In diesem Jahr muss noch gut ein Drittel der Felder gestellt werden.

Euro/US-Dollar: Der Euro konnte sich gestern wieder erholen und stieg zwischenzeitlich auf über 1,18 US-$ und schloss bei 1,1792 nur knapp darunter. (SB)
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