Weizen notiert heute Mittag an der Matif in Paris unverändert gegenüber dem Vortag bei 189,00 €/t für den März-Kontrakt. Auch in den kommenden Tagen dürften sich die Kursbewegungen in Grenzen halten, da am Dienstag kommender Woche der Weltgetreidebericht des US-Agrarministeriums (USDA) ansteht.

Auch am Kassamarkt tritt der Weizenkurs bei 190 €/t in Hamburg bei geringem Handel auf der Stelle. Allerdings ist in den vergangenen Wochen auch viel Weizen verkauft worden. Betriebe nutzen die aktuellen Preise, um ihre Läger zu räumen. Durch die milden Temperaturen, die bis Ende Januar vorherrschten, ist ein erhöhter Schädlingsbefall vor allem in den Flachlägern zu beobachten. Der Markt ist aufnahmefähig, denn allein in dieser Woche hat Deutschland mehr als 300.000 t Exportlizenzen für Weizen gezogen. Die große Exportnachfrage dürfte anhalten.

Die Entwicklung auf dem Rapsmarkt ist weiterhin unsicher. Die Abschlüsse von Vorkontrakten für die neue Ernte sind auf einem sehr niedrigen Niveau. Die neue Bewertung von Biokraftstoffen durch die Treibhausgasminderungsquote könnte den Rapsbedarf im Wirtschaftsjahr 2015/16 beeinflussen.

Marktbeobachter schätzen einen  Mengen-Rückgang von bis zu 500.000 t Raps, die die Ölmühlen nicht mehr benötigen, weil der Einsatz von Biodiesel sinkt. An der Matif gibt Raps zum Wochenschluss um 0,50 auf 357,25 €/t nach. (da)
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