Märkte am Mittag

Alte Ernte verkauft


Die schwachen Getreidepreise treten mit Erntebeginn derzeit etwas in den Hintergrund. Jetzt geht es Landwirten darum, die Ernte trocken einzufahren. Besonders in Ostdeutschland sind Landwirte darauf angewiesen, sie fürchten hohe Trocknungskosten. Aktuell wird kaum Ware verkauft. Die meisten Läger sind leer und für neue Ware gereinigt. Die Gersteernte dürfte in Ostdeutschland frühestens Ende nächster Woche starten. Die Feuchtigkeitsgehalte sind noch hoch.

Am Hamburger Markt kann Brotweizen kaum mehr die 190 €/t erreichen. Die ex Erntepreise für A-Weizen erreichen ab Station bereits 160 €/t. Vereinzelt wird noch E-Weizen aus der alten Ernte angeboten. 

Zum Wochenschluss bleiben die Börsenkurse im Abwärtsgang. Weizen für November sinkt um 0,25 auf 186,50 €/t. Raps gibt um 1,25 auf 351,25 €/t nach.

Am Rapsmarkt ist etwas Entspannung angesagt. Für das neue Anbaujahr dürfte es keine größeren Verschiebungen beim Anbau geben. "Wir brauchen Raps in der Fruchtfolge", erklärte heute Wolfgang Vogel, Landesbauernpräsident in Sachsen, beim Ernteauftakt in der Nähe von Leipzig. (da)
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