Marktendenz
Restpartien aus der alten Ernte lassen sich vermarkten, ohne große Aufpreise durchsetzen zu können. Das Exportgeschäft wird vom starken Euro ausgebremst.
Für Weizen besteht seitens der Mühlen im Süden Deutschlands nach wie vor Kaufinteresse bis zum Anschluss an die neue Ernte. Auch die Mischfutterwerke bleiben für kleine Mengen Abnehmer. Die Verarbeiter kaufen nach wie vor von der Hand in den Mund, um nicht unnötig höhere Preise bezahlen zu müssen. Der Preis für Brot- oder Futterweizen hält dabei etwa sein bisheriges Niveau. Die Nachfrage nach Futtergerste der alten Ernte ist fast zum Erliegen gekommen. Neue Ernte wird besprochen. Geld- und Briefkurse liegen allerdings zu weit auseinander.

Auch in Norddeutschland ist die die Nachfrage für die neue Ernte sehr ruhig, so dass sich der Landhandel und die Genossenschaften beim Einkauf von Getreide der neuen Ernte bedeckt halten. Aus der alten Ernte werden die letzten Restpartien gehandelt. Preisaufschläge erzielten die Landwirte für diese Ware nicht mehr. Die restlichen Mengen in der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden meist in Richtung Mischfutterhersteller in Südoldenburg vermarktet. Die Mühlen zeigen sich weniger interessiert. Auch der Exporthandel zeigt sich bei den aktuellen Preisen nicht mehr kaufbereit, da die entsprechenden Möglichkeiten im Export fehlen.

Der starke Euro belastet den Weizenmarkt in Europa. An der Matif verliert September-Weizen bis zum frühen Nachmittag 0,50 €/t auf 166,25 €/t. Mais und Raps verbuchen dagegen Gewinne. Der Frontmonat Juni legt beim Mais um 1,25 €/t auf 163,50 €/t zu. Raps macht ein Plus von fast einem Prozent auf. 355,75 €/t. Der Euro kann sein Niveau halten und steht bei minimalen Verlusten weiter knapp über 1,12 US-$. (dg/Ps/SB)
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