Märkte am Morgen: Ölsaaten

Alterntiger Raps bleibt fest

Sojakomplex: Ein überschaubares Sojabohnen-Angebot der US-Farmer und etwas größere Nachfrage aus dem Inland lassen die Chicagoer Sojabohnen bis zu 4,4 Cents/Bushel ansteigen. Schrot legt mit Kursgewinnen von bis zu 3,6 US-$/short-ton ebenfalls zu. Ein neuerliches Exportgeschäft von 390.000 t US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination unterstützte die freundlichere Stimmung.
 
Die Landwirte in der Ukraine wollen in diesem Jahr die Sojabohnenfläche um 19 Prozent auf 2,15 Mio. ha ausdehnen, berichtet AKP-Inform nach einer breitbasierten Umfrage. Die Sojabohnenernte wird aber nicht in gleichem Umfang steigen. Eine niedrigere Intensität aufgrund von Liquiditätsengpässen für den Kauf von Betriebsmitteln lasse nur eine 8 Prozent größere Sojabohnenernte und ein Anstieg auf 4,2 Mio. t in der Ukraine erwarten, erwartet die Beratungsorganisationen.
 
Raps: An der Matif machte Raps in Paris weiter Boden gut und wird von einer anhaltenden Nachfrage für die alte Ernte und von technischen Einflüssen aufgrund des in Kürze auslaufenden Mai-Kontraktes gut unterstützt. Der Mai legte 2 €/t zu und schloss knapp unter 379 €/t. Die neue Ernte notierte neutral mit einem etwas schwächeren Unterton. Der etwas festere Eurokurs wurde ausgeblendet.
 
In Winnipeg war das Bild ähnlich. Die kanadischen Farmer verkaufen zurzeit kein Raps und dies ließ die alterntigen Kurse leicht ansteigen. Die neue Ernte gab etwas nach.
 
Rohöl: Die Seitwärtstendenz setzte sich fort. Brent Crudeöl schloss mit leichten Notizverlusten von 0,19 US-$/Barrel, WTI-Öl konnte sich behaupten. Am Terminmarkt haben die Futures für Brent-Crudeöl inzwischen eine höhere Liquidität als für WTI-Öl erreicht, berichtet die Commerzbank. Damit dürften sich die internationalen Rohölmärkte künftig noch stärker an den Brent-Notierungen ausrichten. (St) 
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