Daumen runter

Analyst senkt Erwartungen an Soja

Um satte 7 Mio. t senkt das Hamburger Analystenhaus „Oil World“ seine Prognose für die Sojabohnenernte in den südamerikanischen Ländern Brasilien, Argentinien, Paraguay, Bolivien und Uruguay. Die Analysten veranschlagen die Ernte nun mit 151,8 (Vorjahr: 145) Mio. t, nach noch 158,8 Mio. t in der Januar-Schätzung.

Am deutlichsten hat Oil World die Prognose für Brasilien gesenkt. Insgesamt sollen brasilianische Erzeuger 85 (81,5) Mio. t Sojabohnen in der Saison 2013/14 produzieren. In dem Land haben die Bestände unter Trockenheit gelitten.

Oil World sieht die Möglichkeit einer weiteren Abwärtskorrektur für Brasilien, sollte der Anbaustaat Rio Grande do Sul in den kommenden zwei Wochen keine Niederschläge sehen. Am schlimmsten betroffen sind die Anbaugebiete im Süden und Osten Brasiliens. So sei der Anteil der Bestände in Parana, die eine durchschnittliche bis schlechte Verfassung attestiert bekamen, von 6 Prozent Ende Januar auf 37 Prozent Ende Februar gestiegen.

Um 1 Mio. t auf 53 (48,5) Mio. t sinken die Erwartungen an die Sojaernte in Argentinien. Hier könnten weitere Regenfälle in dem ohnehin schon zu nassen Sojagürtel den Krankheitsdruck verschärfen. In Paraguay schlägt Trockenheit ebenfalls mit einer Abwärtskorrektur um 1 Mio. t auf 8,3 (9,2) Mio. t zu Buche, kleinere Reduktionen erfolgen auch für Bolivien und Uruguay. (pio)
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