In Brasilien wird die gentechnisch veränderte (GV)-Sojabohne CV-127 von BASF und Empraba in diesem Jahr möglicherweise großflächig angebaut. Darauf weist das Hamburger Handelshaus ADM Germany GmbH in seiner aktuellen Marktanalyse hin. Die Sorte sei in Brasilien bereits seit 2009 zugelassen, habe aber noch keine Importzulassung für die Länder der Europäischen Union erhalten. Auch in den USA würden GV-Sojabohnen angebaut, die bisher noch keine vollständige Zulassung für die EU haben, so die ADM-Experten. Dazu gehören „Plenish" von Pioneer, die Herbizidresistenz mit einem erhöhten Anteil an Ölsäure verbindet, sowie die GV-Sojabohne „Vistive Gold“ von Monsanto, die ebenfalls ein qualitativ verbessertes Ölsäuremuster aufweist.

Ein Import dieser GV-Sorten in die EU ist noch nicht erlaubt. Rückstände der gentechnisch veränderten Eigenschaften fallen für die EU-Einfuhr unter die Regelung der „technischen Lösung“, sofern eine Verwendung als Futtermittel beabsichtigt wird. Demnach können bis zu 0,1 Prozent von nicht zugelassenen GVO in der Importware enthalten sein. ADM weist jedoch darauf hin, dass es sehr schwer sei, diesen Schwellenwert einzuhalten, sobald die Sorten eine höhere Bedeutung im Anbau gewinnen. (az)
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