In Niedersachsen wird in diesem Jahr auf rund 15.000 ha Wintergetreide zur Saatgutvermehrung angebaut, teilt das Landvolk Niedersachsen mit. Im vergangenen Jahr war die Vermehrungsfläche noch um 1.800 ha größer. Die Anbaufläche von Winterroggen sank um 750 ha, das entspricht 31 Prozent. Außerdem wurde weniger Wintergerste angebaut. Das Areal umfasste gegenüber dem Vorjahr rund 800 ha weniger. Das entspricht einem Rückgang um 27 Prozent.

„Mit dem Rückgang der Vermehrungsflächen liegen wir in Niedersachsen im bundesdeutschen Durchschnitt, mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen sind die Flächen in vielen anderen Bundesländern sogar noch weiter zurück gegangen“, erklärt Eric Preuß gegenüber dem Landvolk Niedersachsen. Preuß beschäftigt sich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit der Anerkennung von Saatgut. Er erklärt den Flächenrückgang bei der Saatgutvermehrung von Winterroggen und Wintergerste einerseits mit der guten Ernte im vergangenen Jahr -dadurch sei noch Saatgut vorhanden. Andererseits sei der relativ schwache Absatz zur Aussaat 2015 hinzugekommen. Die Landwirte hätten wenig Interesse an der Aussaat von Wintergerste oder Winterroggen. Der geringe Getreidepreis könnte ein Grund für den Anbaurückgang sein. (az)
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