Märkte am Mittag

Angebot bleibt überschaubar

Markttendenz:

Die Möglichkeiten zur Vermarktung der alten Weizenernte werden immer überschaubarer. Die Rapspreise haben nach dem Wechsel des Frontmonats an der Börse nachgegeben. 

Das Getreidegeschäft im Westen bleibt ausgesprochen ruhig. Die Mühlen zeigen für die alte Ernte keine, für die neue Ernte nur sporadische Aktivitäten. Für die alte Ernte bewegen sich die nominellen Preise, falls es überhaupt Preisideen gibt, um die 152,00 €/t am Niederrhein. Im westfälischen Raum liegen sie aufgrund der höheren Futterweizenpreise etwa 3,00 bis 4,00 €/t darüber. Am Niederrhein gab es für Eindeckungen allerdings Kaufinteresse des Handels für Weizen auf cif-Basis. Hierfür wurden bis zu 161,00 €/t geboten, ohne dass sich Offerten zeigten.
 
Aus der Landwirtschaft kommt zurzeit wenig Weizen an den Markt. „Bei den Landwirten liegt noch wesentlich mehr Weizen als in anderen Jahren“, so ein rheinischer  Erfassungshändler. Es gebe kaum noch Absatzmöglichkeiten zu den Mühlen und der Mischfutterindustrie, und der Weizen werde wohl zwangsläufig überlagert werden müssen, vermutet er. Schätzungen zufolge könnten im Westen noch etwa 10 bis 15 Prozent der letztjährigen Weizenernte auf den Höfen der Landwirtschaft oder unvermarktet beim Erfassungshandel liegen.
 
Für die neue Ernte kommt ebenfalls so gut wie nichts zustande, die Quotierungen für September/Dezember liegen einem Abschlag von etwa 3,00 €/t unterhalb des Matif-Dezember Kurses. An der Matif eröffnete der Dezember heute etwas schwächer und die Notierungen bewegten sich gegen Mittag bei 167,50 €/t für den Dezember und knapp oberhalb von 150,00 €/t für den Mai der alten Ernte.
 
An den Futterweizenmärkten gibt es noch stetige Nachfrage, die sich aufgrund eines verhaltenen Angebotes aus der Landwirtschaft und im Erfassungshandel gerade so bedienen lässt. Frachtfrei Südoldenburg und Westfalen werden heute Futterweizenpreise für die alte Ernte von 158,00 bis 160,00 €/t genannt. Am Niederrhein ist Kaufinteresse für Weizen zu Futterzwecken aufgekommen. Der Handel war bereit, franko Niederrhein mit 152,00 €/t die gleichen Kurse wie nach Südholland anzulegen. Die übrigen Futtergetreidemärkte bleiben  mangels Angebot kaum besprochen. 
 
Die Maispreise tendieren weiterhin fest. Gegenüber der Vorwoche haben sie ab Brake, aber auch am Oberrhein noch einmal deutlicher zugenommen gelegt. Fob Oberrhein wird badischer Mais inzwischen wird 173,00 €/ einschließlich der Monatsreports notiert.
 
Die Rapskurse am Terminmarkt können sich nach den beiden schwachen Vortagen etwas fangen. An der Matif notierte der Augusttermin nach einem leichten Plus um 360 €/t. Am physischen Markt lassen sich im Westen nur noch Partien auf Hamm unterbringen, für die Prämien von 11,00 bis 12,00 €/t für die alte Ernte bezahlt werden. Am Oberrhein werden für Mainz noch Prämien von 8,00 €/t genannt. Durch den Wechsel des Frontmonats an der Börse haben die Kassapreise gegenüber der Vorwoche allerdings bis zu 5,0 €/t verloren. (St)
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