Märkte am Mittag

Anregungen für Getreide fehlen


Markttendenz:
Die Weizenpreise tendieren bei minimalen Schwankungen seitwärts. Die Währungseinflüsse bleiben überschaubar. Raps gewinnt mit etwas festeren Sojapreisen, bleibt aber ohne anregende Impulse. KWZ verteuert Sojaschrot. 
Die Weizenpreise zu den westdeutschen Mühlen zeigen nahezu keine Bewegungen. Die Verarbeiter sind für die alte Ernte kaum noch ansprechbar. Andererseits fehlen auch die Abgeber. Im Westen liegen die nominellen Backweizenpreise franko Mühle mit 177 bis 178 €/t für die alte Ernte auf dem gleichen Level wie in den Vortagen. Die schwankenden Vorgaben vom Terminmarkt bleiben unberücksichtigt.
 
Auch an den Futtergetreidemärkten fehlen Anregungen. Das Futterweizen-Angebot bleibt überschaubar. Die Mischfutterindustrie zeigt wenig Kaufinteresse und ist allenfalls an kleineren vorderen Bedarfszukäufen interessiert. Die Futterweizenpreise in den nordwestdeutschen und westfälischen Veredlungsregionen lagen mit 177 bis 178 €/t für Mai/Juni auf den gleichen Niveau wie Backweizen.
 
Am Terminmarkt zeigt sich die Matif trotz eines festeren Euro-Kurses von der freundlichen Seite. Die Mai-Notierung für Weizen zog im Mittagshandel um 0,50 €/t auf 163 €/t an. Auch die neue Ernte notierte ein leichtes Plus und den Dezember mit 172,50 €/t. Die etwas festeren  Vorgaben aus Chicago und die trockenen äußeren Bedingungen in Westeuropa sorgten für Unterstützung.
 
Der Rapsmarkt wird heute von festeren Sojabohnen und wieder anziehenden Rohölpreisen gestützt. An der Matif testete der Mai-Kontrakt die 400-Euro Marke, die er zeitweise auch  kurz überwinden konnte. Im Mittagshandel notierte der Mai nach einem leichten Plus aber wieder bei 399,50 €/t.
 
An den Proteinmärkten sorgt ein fester US-Dollarkurs für eine leichte Abwärtskorrektur, obwohl Sojaschrot in Chicago etwas fester notiert. Ab westdeutschen Station wurde 44/7er Sojaschrot für Mai mit 317 €/t angeboten. Am Oberrhein hat sich der KWZ für Sojaschrot auf 3,85 €/t erhöht. Erst ab Wochenmitte lassen sich steigende Pegelstände erwarten. Rapsschrot am Niederrhein wurde für Mai/Juli um  216 €/t offeriert. Für April-Lieferung wird ein Aufgeld gefordert, falls sich noch Fuhrenpartien beschaffen lassen. (St) 
stats