Märkte am Morgen: Getreide

Anzeichen für Beruhigung


Weizen: Die Notierungen an der Matif zeigten sich zum Wochenschluss stabil. Nach drei vorangegangenen schwachen Tagen legte Weizen wieder 1,25 €/t zu. Der Dezember notierte bei 165,25 €/t. Vor allem der festere US-Dollarkurs dürfte den europäischen Markt gestützt haben. Heute Morgen notiert der Euro unter 1,10 US-$. Aber auch die zurückgenommene Bonitierung der französischen Weizenernte könnte für die etwas freundlichere Tendenz gesorgt haben, zumal sich nun nur noch 71 Prozent der französischen Weizenfelder in einem guten bis sehr guten Zustand befinden. Die Bonitierung wurde um vier Prozentpunkte gesenkt. Bulgarien erwartet mit 5 Mio. t eine 400.000 t größere Weizenernte als im Vorjahr.
 
Auch in Chicago schwächte sich die Talfahrt ab. Der Juli-Kontrakt profitierte von technischen Einflüssen und notierte gut behauptet bei 4,55 US-$/bushel. Die Folgetermine zeigten nur leichte Schwächen. Immerhin hat der der Chicagoer Weizen in einer Woche umgerechnet rund 10 US-$/t verloren. Die US-Weizenernte bringt gute Erträge, die Proteinwerte und Naturalgewichte verbessern sich mit zunehmendem  Erntefortschritt. Beim HRW-Weizen liegen die Proteingehalte aber leicht unter den üblichen Werten.
 
Mais: Das unproblematische Wetter in US-Maisgürtel ließ die Chicagoer Maiskurse erneut etwas schwächer schließen. Die Kurse gaben zwar bis zu 3,4 Cent/bushel nach, konnten aber ihre zwischenzeitlichen deutlichen Verluste unter dem Einfluss des Brexit noch zu einem großen Teil ausgleichen. Der Juli notierte bei 3,84 US-$/bushel. Die Fonds waren auf der Verkäuferseite und reduzierten in der Berichtswoche ihre netto  Long-Positionen. Für die nächsten Tage sind weitere Niederschläge für die trockeneren Teile des US-Maisgürtels angekündigt.
 
In dieser Woche fokussiert sich der Markt auf die Schätzung der US-Quartalsbestände und der US-Anbauflächen am Donnerstag. Nach den Umfragen von Reuters und Bloomberg lässt sich eine US-Maisanbaufläche von 92,8 bis 92,9 Mio. acres erwarten. Das USDA ging zuletzt noch von 93,6 Mio. acres aus.  
 
In Argentinien zeichnet sich eine größere Maisernte ab. Die Getreidebörse Buenos Aires hob ihre Prognose um 3 Mio. t auf 28 Mio. t an. Damit bleibt sie aber 1 Mio. t unter der USDA-Schätzung. Die argentinische Ernte war am vergangenen Wochenende zu 38 Prozent unter Dach und Fach.
 
An der Matif gab der Frontmonat August zwar um 0,75 €/t auf 175,25 €/t nach, die neuerntigen Termine verbuchten aber leichte Kursgewinne. (St) 
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