Märkte am Morgen: Getreide

Anzeichen für Konsolidierung

Weizen: Am europäischen Terminmarkt gibt es Anzeichen für eine Konsolidierung der alterntigen Weizenpreise auf einem Niveau etwas oberhalb der Kontrakttiefs. Die beiden vorderen Termine schlossen an der Matif unverändert und der Mai mit 164 €/t. Am Hamburger Markt waren die Prämien Basis Weizen 12 % Protein mit 4 bis 5 €/t über Matif-Mai unverändert. Die gesunkenen Weizenpreise machen den europäischen Weizen im internationalen Kontext etwas wettbewerbsfähiger. Frankreich hofft auf einen größeren Anteil am neuen Algerien-Tender in dieser Woche.
 
In Chicago profitierte Weizen von kleineren Shortabdeckungen und den etwas festeren Preisen der Reihenkulturen. Der Mai legte 2,6 Cent/bushel auf 4,30 US-$/bushel zu.
 
Die türkischen Mühlen haben kürzlich 400.000 bis 500.000 t Weizen aus Osteuropa und der Schwarzmeerregion gekauft, nachdem die Regierung der Türkei russischen Weizen aus der Zollbefreiung herausgenommen hat. Den Löwenanteil davon liefern einer Reuters Meldung zufolge mit 200.000 bis 300.000 t die Baltischen Länder. Weitere  100.000 bis 150.000 t sollen aus der Ukraine und anderen Schwarzmeerländern kommen. Die Ukraine kann nach Einschätzung von UkrAgroConsult in diesem Jahr mit einer Weizenernte von 24,5 Mio. t (Vorjahr 26,8 Mio. t) rechnen.
 
Mais: Der festere Sojamarkt und Shorteindeckungen brachten dem Chicago Mais geringfügige Zugewinne. Der Mai notierte mit 365 US-$/bushel. Rekordhohe wöchentliche US-Ethanolbestände bremsten die Gewinne aus. Möglicherweise geht die US-Maisfläche doch nicht so stark zurück, wie der vom USDA prognostizierte Rückgang von mehr als 4 %, wird gemutmaßt. Die Spekulationen basieren auf den stark gefallenen Sojabohnenpreisen, die den Mais gegenüber der Bohne wieder etwas attraktiver machen könnten.
 
An der Matif schloss Mais freundlich. Die Kurse bewegen sich seitwärts. Der Juni notierte knapp unter 172 €/t. (St) 
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