Märkte am Morgen: Ölsaaten

Auf und ab am Sojamarkt hält an

Sojakomplex: Ansehnliche wöchentliche US-Exportverladungen von mehr als 961.000 t und neue US-Bohnenverkäufe in den vergangenen beiden Tagen von insgesamt 381.000 t an eine unbekannte Destination hoben die Stimmung am Sojamarkt wieder an. Die November-Bohne legte 11,2 Cent/bushel auf 10,16 US-$/bushel zu. Schrot notierte für den Wintertermin sogar 5,3 US-$/short ton fester.
 
Die Aussichten für die US-Sojabohnenernte sind ausgezeichnet und die Sojabohnenbestände in den USA sehen wie in der Vorwoche zu 72 Prozent gut bis sehr gut aus. 90 Prozent der Bohnen haben bereits Schoten angesetzt. Der Markt wartet gespannt auf die ersten Ergebnisse der ProFarmer-Erntebereisung im Mittleren Westen.
 
Raps: In Paris zeigte sich Raps erstaunlich distanziert gegenüber dem Sojaauftrieb. Die Rapskurse schlossen mit Ausnahme des gut behaupten Februars alle mit einer Nullnummer. Der November blieb bei 378 €/t stehen.
 
In Winnipeg brachten Währungseinflüsse und Käufe der kommerziellen Marktteilnehmer vor dem heutigen Report von Statistics Canada die Kurse leicht nach oben. Der November notierte bei rund 470 Can-$/t. Der Markt geht derzeit von einer kanadischen Rapsernte von 18 Mio. t aus.
 
Palmöl: Die verhaltene Stimmung der Vortage mündete in eine Kurskorrektur und Gewinnmitnahmen. Der Palmöl-Rally scheint der Treibstoff ausgehen, zumal es keine neue Daten gibt, die den Auftrieb unterstützen.
 
Rohöl: Die Preise gaben deutlicher nach. Brent Crudeöl verlor 1,72 US-$/Barrel und fiel auf 49,16 US-$/Barrel. WTI fiel auf 47 US-$/Barrel zurück. Die Commerzbank sieht nach dem strammen Kursanstieg der Vorwoche weiteres Korrekturpotenzial. Der Anstieg der Öl-Bohrstellen in den USA schürt Erwartungen eine steigende US-Produktion. Schätzungen zufolge könnten die 32 im August aktivierten Bohrungen etwa 200.000 Barrel pro Tag produzieren. (St) 
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