Märkte am Mittag

Aufgelder für A-Weizen erzielbar


Für die alte Ernte existiert kein greifbarer Weizenmarkt mehr zu den niedersächsischen Mühlen. Es lassen sich allenfalls noch kleinere Restmengen bei einem verspäteten Erntetermin unterbringen.  „Dies sind aber keine Menge mehr, den Markt bewegen“, diagnostiziert ein Getreidehändler. Die nominellen Kurse sind für Juli irgendwo zwischen 210 und 215 €/t franko niedersächsische Mühle angesiedelt.
 
Für die neue Ernte sind die Mühlen immer dann an kleineren Abschlüssen interessiert, wenn sie neue Mehlkontrakte in die Bücher nehmen können. Die Kurse für den Sept/Dez. werden mit 197 €/t franko niedersächsische Mühle quotiert.
 
Für A-Weizen sind aufgrund der Diskussion um die Proteingehalte der neuen Weizenernte Aufgelder von 5 €/t im Gespräch. Hierzu wird der der Großhandel nach eigenen Aussagen nicht mit Offerten zugeschüttet. Die Aufgelder für E-Weizen lassen sich kaum greifen. Bewertung gehen von einer Prämie von 15 €/t über B-Weizen aus.
 
Der neuerntige Hamburger Markt ist liquide und aktiv. Fast jeden Tag werden kleinere Mengen am Papiermarkt gehandelt. Die Kurse liegen auf Basis September zwischen 5 und 6 €/t über den Matifnotierungen für November.
 
An der Matif legten die Weizenkurse heute etwas zu. Im Mittagshandel notierte der November nach einem Plus von 3 €/t mit 196,25 €/t. Die Anregungen kamen aus Chicago, denn dort zeigten die vorbörslichen Weizennotierungen Stärke.
 
Bei Futtergetreide „sind die Märkte völlig unaufgeregt“, konstatiert ein Marktbeteiligter. Die nordwestdeutsche Mischfutterindustrie kauft Futterweizen und Gerste für die alte Ernte nur noch in kleinsten Bedarfsmengen zu. Futterweizen wurde frachtfrei Südoldenburg mit 212 €/t offeriert, Futtergerste mit 205 €/t gehandelt. Für die neue Ernte lagen die Geldkurse für Sept./Dez. bei 192 €/t für Futterweizen. Futtergerste wurde mit 182 €/t offeriert. (St)
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