Märkte am Mittag

Aufgelder für schnelle Ware

Die alte Ernte wird sowohl von den Mühlen als auch von den Kraftfutterwerken in erster Linie abgewickelt. Neugeschäft findet nur noch selten statt. Wenn allerdings Bedarf besteht, müssen in der Regel höhere Kurse angelegt werden. Von einem Angebotsdruck kann keine Rede sein.

Markttendenz
Neue Ernte wird eher besprochen als gehandelt. Alte Ernte muss bei Bedarf teurer bezahlt werden. 
So werden für einen Futterweizen für Mai/Juni rund 165,00 bis 167,00 €/t franko Kraftfutterwerk genannt, wenn man die Ware nicht dringend benötigt. Für eine Gerste stehen 150,00 bis 152,00 €/t frei Werk zur Diskussion. Mais wird mit 177,00 bis 180,00 €/t für die vorderen Monate bewertet.

Gleichzeitig kann ein Futterweizen aus dem Südwesten Deutschlands in Richtung Westfalen 162,00 €/t ab Station für Mai/Juni erzielen. Futtergerste hat einen Wert von 150,00 €/t ab Station und A-Weizen für vordere Lieferung ist mit 174,00 €/t ab südwestdeutscher Station gehandelt. Derselbe Kurs wird auch franko Mühle erzielt.

Neue Ernte wird in erster Linie besprochen. Konkrete Geschäfte stehen eher selten hinter den Gesprächen. Aus jetziger Sicht setzen sich die relativ festen Kurse für die vorderen Termine zumindest nominell für die Termine September /Dezember fort. So wird für einen B-Weizen am Oberrhein für Mai/Juni 170,00 bis 172,00 €/t genannt. Vorstellungen von 169,00 bis 170,00 €/t bestehen auch für das letzte Quartal im Jahr. Ex Ernte allerdings liegen die Vorstellungen der Käufer eher bei 160,00 bis 164,00€/t.

In Paris gibt der Weizen heute Vormittag weiter nach. Im September liegt der Kurs bei 166,25 €/t und damit 1,25 €/t unter dem Vortag. Mais schlägt einen ähnlichen Weg ein und verliert im Juni ebenfalls 1,25 €/t auf 171,00 €/t. Auch der Raps bewegt sich mit einem Verlust von 2,00 €/t auf 366,75 €/t im August in den roten Zahlen. (dg)
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