Märkte am Morgen: Ölsaaten

Auftrieb am Sojamarkt setzt sich fort

Sojakomplex: Neues Kaufinteresse der Fonds, Positionsbereinigungen und die  anhaltend lebhafte Nachfrage Chinas nach US-Sojabohnen sorgten für deutlichere Notizgewinne. Die Sojabohnen legten für die beiden vorderen Termine 16 Cent/bushel zu. Der März schloss mit 10,59 US-$/bushel auf einem hohen Niveau. Schrot gewinnt  und konnte sich für den März um 5,3 US-Dollar auf 341 US-$/short ton verbessern. Heute Morgen setzen im Vorfeld des Wasde-Reports allerdings Gewinnmitnahmen den Sojamarkt wieder etwas unter Druck.
 
Sollten sich die Einschätzung der Analysten bewahrheiten, könnte das USDA die argentinische Sojabohnenernte heute um 2,5 Mio. t auf 54,5 Mio. t nach unten korrigieren. Für Brasilien rechnet der Markt mit keiner wesentlichen Veränderung und geht von einer brasilianischen Bohnenernte von 104 Mio. t aus. Die Verfügbarkeit von Sojabohnen in Brasilien bleibt aus der laufenden Ernte eher verhalten, denn die brasilianischen Farmer bekunden wenig Verkaufsbereitschaft - vermutlich aufgrund der festeren brasilianischen Währung Real.
 
Raps: Die Stimmung am Rapsmarkt bleibt fest. Der Mai legte 2,75 €/t auf über 419 €/t zu. Die Termine der neuen Ernte profitieren noch stärker. Der November machte sogar 4 €/t gut und schloss mit 393,50 €/t.
In Winnipeg zogen die Canola-Kurse ebenfalls an. Der März notierte mit 524 Can-$/t und nur knapp unter dem höchsten Tageskurs in diesem Jahr.
 
Palmöl: Die festere Tendenz setzt sich fort. Die Palmölnotierungen in Kuala Lumpur konnten ihre Spitzengewinne allerdings nicht ganz halten. Der Frontmonat Februar sprang mit technischen Kursgewinnen wieder über die Marke von 3300 Ringgit. Der Palmölmarkt bleibt invers.
 
Rohöl: Nach einer wechselhafteren Sitzung schlossen die Kurse gut behauptet und für Brent-Crudeöl mit 55,12 US-$/Barrel. Erstaunlicherweise tangierte der Anstieg der wöchentlichen Rohöl-Bestände von 13,8 Mio. Barrel in den USA die Börsen nur am Rande. Auch die steigende US-Rohölproduktion, die laut der US-Energiebehörde EIA in diesem Kalenderjahr wieder auf knapp 9 Mio. Barrel pro Tag steigen soll, konnte die Anleger nicht irritieren. (St) 
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