Der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, erhöhte sich gegenüber dem vorhergehenden Event am 16. August um 7,7 Prozent. Auch diesmal legten die Preise für alle gehandelten Molkereiprodukte im Schnitt zu.
Die Nachfrage aus China zieht an, Fonterra exportiert auch Schlagsahne in die Volksrepublik.
-- , Foto: Fonterra
Die Nachfrage aus China zieht an, Fonterra exportiert auch Schlagsahne in die Volksrepublik.

Milchfette ziehen am stärksten an

Am stärksten stieg bei der jüngsten Auktion die Notierung für Butteröl (AMF) gegenüber dem vorherigen Event an, nämlich um 15,4 Prozent. Bei Butter wurde mit 14,9 Prozent ein ähnlich hoher Zuwachs verzeichnet, bei Buttermilchpulver waren es 6,8 Prozent. Der Index für Cheddar-Käse war um 9 Prozent höher und jener für Lactose um 2 Prozent. Der Preis für Labkasein erhöhte sich im Schnitt um 6,7 Prozent. Ein kräftiges Lebenszeichen wurde auch bei der Notierung von Magermilchpulver mit 10 Prozent registriert. Vollmilchpulver, das Hauptexportprodukt der neuseeländischen Milchwirtschaft, wurde ebenfalls besser bewertet (3,7 Prozent). Der Durchschnittspreis lag für dieses Erzeugnis bei 2.793 US-$/t. Insgesamt wurden bei dieser Auktion Milchprodukte im Umfang von 36.748 t gehandelt, die Anzahl der teilnehmenden Bieter stieg auf 199 (zuletzt 177).

Hitze bremst Produktion in China

Für Andrew Hoggard, Vorsitzender des Milchausschusses der neuseeländischen Farmer-Organisation, ist vor allem der weitere Anstieg der Notierungen für Vollmilchpulver von Bedeutung. Dies unterstütze den Aufwärtstrend beim Erzeugermilchpreis des Marktführers Fonterra, so Hoggard. Rabobank-Analystin Emma Higgins ortet ein zunehmendes Interesse vonseiten des chinesischen Marktes. Hitzeperioden im Norden Chinas hätten dort die Milchproduktion gebremst, weshalb man derzeit verstärkt Molkereiprodukte auf dem Weltmarkt nachfrage, erläutert Higgins.

Auch Kieler Rohstoffwert legt zu

Die Ökonomen der Westpac Institutional Bank führen den jüngsten Anstieg des GDT-Indexes in erster Linie auf die zunehmende globale Nachfrage und das knappere Angebot der großen Exporteure zurück. Die Analysten des neuseeländischen Marktbeobachters Agri HQ geben sich vorsichtiger. Sie meinen, es sei wohl noch etwas zu früh, um von einer generellen Preiserholung bei Milchprodukten zu sprechen, die fundamentalen Marktdaten würden aber jedenfalls einen Aufwärtstrend begünstigen - insbesondere bei Milchfetten. Auch der Kieler Rohstoffwert Milch verzeichnet eine positive Entwicklung. (AIZ)
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