Märkte am Mittag

Aussaat unter guten Bedingungen

Markttendenz
Durch die Belebung des Exportgeschäftes und die Nachfrage der Futtermühlen bieten sich aktuell Absatzchancen für Weizen.  
Die Regenfälle im Oktober haben in Niedersachsen für nahezu optimale Aussaatbedingungen für den Winterweizen gesorgt. Die Aussaat ist weitgehend beendet. Nur wo Zuckerrüben stehen, sind noch einige Flächen offen. Das Rübenroden war zunächst durch Trockenheit beeinträchtigt; inzwischen bereitet Nässe vereinzelt Probleme. Vor allem westlich des Harzes wurden bei Dauerregen größere Niederschlagsmengen gemessen. Weil viele Landwirte noch mit der Feldarbeit beschäftigt sind, hält sich die Abgabebereitschaft auf Erzeugerseite in Grenzen.

Auf den Handelsstufen gibt es dagegen ein reges Geschäft, weil sowohl die Mischfutterindustrie als auch die Exporteure als Käufer am Markt sind. Die einheimischen Mehlmühlen haben sich dagegen zurückgezogen. Die Futtermühlen nehmen verstärkt das erste Halbjahr 2017 in den Blick. Für den Januar bis März werden bei Futterweizen 172 bis 173 €/t genannt, der April bis Juni steht bei 174 bis 167 €/t. Futtergerste wird bis zu 20 €/t niedriger taxiert. Viele Abgeber meinen, dass Gerste damit unterbewertet ist und halten sie zurück.

Für den Export werden für die laufende Woche Deckungskäufe erwartet. Für B-Weizen-Lieferungen im November werden 167 €/t bezahlt, für den Dezember 168 €/t.

An der Matif startete Weizen am Montagmorgen mit leichten Verlusten in die Börsenwoche. Bis zum frühen Nachmittag konnte sich der Dezember-Future erholen und notiert mit 164,50 €/t unverändert zum Schlusskurs vom Freitag. Die Termine Mai und September verbuchen leichte Gewinne.

An seinem letzten Handelstag überspringt Novemberraps doch noch die 400-Euro-Marke und notiert am frühen Nachmittag bei 402,00 €/t. Alle anderen Termine geben zwischen 0,25 €/t und 1,00 €/t ab. Der Euro verliert mit 1,0946 US-$ auf Freitag 0,26 Prozent. (SB)
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