Klimawandel

Australien rechnet mit kleineren Ernten


Die Wintergetreidebestände in Australien bieten nach den Auswertung des australischen Getreideamtes Abares ein differenziertes Bild. In den wichtigen Anbaugebieten Western Australia, South Australia, Victoria und in Teilen New South Wales ist Wintergetreide gut in den Boden gekommen und hat sich gut entwickelt. Andere Teile Australiens leiden unter zu geringer Bodenfeuchtigkeit. 

Nach dem Ausblick des ‚Meteorologischen Büros‘ lässt sich für weite Teile Australiens ein trockener und wärmerer Winter als üblich erwarten. Die Meteorologen gehen davon aus, dass in diesem Jahr mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein El-Niño Effekt eintreten wird.

Dies lässt Auswirkungen auf die australische Getreideproduktion erwarten. Obwohl die Anbaufläche der Wintergetreide leicht gestiegen ist, rechnet Abares für 2014/15 mit einer 12 Prozent niedrigeren Wintergetreideernte als im Vorjahr.

Die Weizenproduktion wird trotz einer zweiprozentigen Anbauausdehnung mit 24,6 Mio. t rund 9 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen. Die Gerstenfläche wurde um 4 Prozent eingeschränkt, die Ertragserwartungen liegt derzeit bei 7,5 Mio. t und damit 22 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Für Canola-Raps erwartet das australische Getreideamt mit 3,5 Mio. t eine 8 Prozent kleinere Ernte als im Vorjahr, obwohl die Anbaufläche um 3 Prozent ausgedehnt wurde.  

Die Sommergetreideernte ist nach der Mitteilung von Abares inzwischen nahezu abgeschlossen. Die Produktion von Sorghum fiel mit 1,1 Mio. t gegenüber dem Vorjahr 50 Prozent niedriger aus. (St)
stats